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Bild/Bistum: Siegermodell

BISTUM: Bistumshaus St. Ludwig: Wer hat das beste Konzept für eine neue Nutzung?

Bistum Speyer schreibt Planung- und Investorenwettbewerb aus – Preisgericht beurteilt die Konzepte im November

Speyer (is). Das Bistum Speyer schreibt einen Wettbewerb zur Nachnutzung des ehemaligen Bistumshauses St. Ludwig in Speyer aus. Die Ausschreibung wurde gemeinsam mit der Stadt Speyer erarbeitet und am 28. April im Bauausschuss der Stadt beraten.

Gesucht wird eine Nachnutzung für das rund 7.000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Korngasse und Johannesstraße. Sie soll das ehemalige Bistumshaus St. Ludwig bestmöglich in die Innenstadt integrieren, sowohl optisch als auch funktional, sozial und kulturell. Dabei sollen die denkmalgeschützte Kirche und der ehemalige Klosterhof erhalten bleiben. Der Wettbewerb richtet sich an Investoren, Bauträger oder Wohnungsbauunternehmen in Verbindung mit Stadtplanern und Architekten. Die Ausschreibung gibt Raum für innovative Ideen: Von Wohnprojekten über Ateliers, einem Hotel oder Gastronomiebetrieb bis zu Nutzungen im Bereich Kunst und Kultur ist vieles denkbar.

Der Wettbewerb ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase, die bis zum 23. Juni dauert, können potentielle Investoren ihr Interesse bekunden und müssen dazu Referenzen sowie eine erste Konzeptskizze vorlegen, aus der die angestrebte Nachnutzung ersichtlich wird. Ein dreiköpfiges Gremium wählt aus den eingegangen Bewerbungen bis zu zehn Arbeiten aus. Dem Auswahlgremium gehören Kerstin Trojan (Stadtentwicklung und Bauwesen der Stadt Speyer), Benjamin Schmitt (Abteilung Liegenschaften des Bischöflichen Ordinariats) und Architekt Thomas Andres (Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer) an.

Überzeugende Konzepte bis Oktober '15

Daran schließt sich in der zweiten Phase, die Anfang Juli beginnt, ein Planungs- und Investorenwettbewerb an. Die Aufgabenstellung: Bis Oktober sollen die Wettbewerbsteilnehmer ein überzeugendes und tragfähiges Planungs- und Nutzungskonzept vorlegen, verbunden mit einem Kaufpreisangebot. Die Konzepte werden durch ein siebenköpfiges Preisgericht beurteilt, das im November tagt. Ihm gehören Professor Bernhard Hort (Heidelberg), Professor Dietrich Gekeler (Fachhochschule Darmstadt) Bernd Reif (Stadtentwicklung und Bauwesen der Stadt Speyer), Baudirektor Stephan Tschepella (Bischöfliches Ordinariat), Domkapitular Peter Schappert (Bistum Speyer), Dompfarrer Matthias Bender und Geschäftsführer Gerhard Müller (Gemeinnütziges Siedlungswerk) an. Für jedes Mitglied des Preisgerichts wurde eine Vertreterin oder ein Vertreter benannt. 13 Sachverständige werden in dem Wettbewerb als Berater fungieren, darunter sind auch Vertreter des Speyerer Stadtrates.

Die Beurteilung der Konzepte erfolgt in vier Dimensionen. Bewertet wird ihre städtebauliche und architektonische Qualität. Hinzu kommen die Angemessenheit der Nachnutzung und ihre soziale und kulturelle Einbindung ins Stadtgefüge. Die Teilnehmer bleiben bis zum Abschluss des Preisgerichts anonym. Ausgelobt sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 20.000 Euro, davon entfallen 8.000 Euro auf den Erstplatzierten. Der Wettbewerb wird vom Architekturbüro „Kaupp und Franck“ aus Mannheim betreut. Im Anschluss an das Urteil des Preisgerichts werden alle Wettbewerbsarbeiten im Gemeinnützigen Siedlungswerk in Speyer öffentlich ausgestellt.

Link zu den Ausschreibungsunterlagen: www.kaupp-franck-wettbewerb.de

 

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