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Mahnwache. - Bilder © Bernhard Bumb

Flaschen aus dem Mülleimer ersetzen nicht die Rente

Mahnwache gegen Altersarmut

Rosi Schmitt (r.) hat die Mahnwache organisiert.

Rosi Schmitt hat gerufen und etwa 80 Bürger kamen gestern zur Mahnwache gegen Altersarmut an den Georgsbrunnen. „Wir sind hier und werden laut, weil ihr uns die Rente klaut“ - „Jeder Mensch soll im Alter in Würde leben können“ - „Pfandflaschen ersetzen keine gerechte Rentenpolitik“ und „Armut trotz Rente – Nein Danke!“ sind die Schlagworte auf knallgelben Handzetteln, die von Mitstreitern der Speyerer Künstlerin verteilt wurden. Auf dem Brunnenrand haben Unterstützer rund herum Grablichter aufgestellt. Ob sie befürchtet haben, dass die Renten irgendwann wohl zu Grabe getragen werden?

  Rosi Schmitt wollte sich mit ihrer Aktion in die bundesweite Mahnwachen der Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ einreihen, aber nach Hinweisen auf eine eventuelle Unterwanderung von politisch rechts außen stehenden Gruppierungen, hat sie sich entschieden, eine eigene Aktion durchzuziehen mit der deutlich geäußerten Vorgabe, dass politische Parolen, Transparente nicht gewünscht sind. Jedenfalls waren dabei von der Wählergruppe Schneider der Stadtrat Matthias Schneider, der Vorsitzende der Ratsfraktion der Partei DIE LINKE Aurel Popescu und die CDU-Stadträtin Rosemarie Keller-Mehlem.

  Den Politikern soll vor Augen gehalten werden, was Altersarmut überhaupt ist, was es bedeutet mit teilweise nur von 150 bis 300 € zu leben, heißt es auf dem Infoblatt. Die Organisatorin bedankte sich bei allen, die zur Mahnwache gekommen sind – auch in Sozialen Medien im Internet. Jutta Zickgraf-Paijo brachte sogar zwei leckere Gewürzkuchen mit, die nicht lange überlebt haben. Aus zwei Distanzen beäugten Polizisten das Geschehen rings um den Georgsbrunnen. - bb

 

 

 

 

 

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