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Ulrich Dexheimer, Doris Ahnen, Gerhard Müller, Stefanie Seiler zeigen die Mitteilung über die Gewährung der Fördergelder. - Bilder © Bernhard Bumb

Darlehen in Höhe von über 2 Mio € für bezahlbares Wohnen

420.000 € Tilgungszuschuss / Übergabe der Förderzusage durch Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen und ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer

Speyer, 19.02.2020. - Mit einem Darlehen in Höhe von über zwei Millionen Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Neubau von 20 Mietwohnungen in der Petronia-Steiner-Straße in Speyer. Da die Förderung einen Tilgungszuschuss von rund 420.000 Euro beinhaltet, muss das Darlehen nicht komplett zurückgezahlt werden. Insgesamt entstehen im Rahmen des Bauvorhabens des Gemeinnützigen Siedlungswerkes Speyer (GSW) 59 Wohnungen.

 

Landtagsabgeordneter Michael Wagner (CDU), Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Ministerin Doris Ahnen und Ulrich Dexheimer/ISB lauschen den Worten von GSW-Geschäftsführer Gerhard Müller.

 

 

Doris Ahnen sagte hinsichtlich des Wohnungsbaus: "Speyer ist eine hochattraktive Stadt".

 

  Die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen überreichte gemeinsam mit Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB, im Beisein der Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler die Förderzusage an den GSW-Geschäftsführer Gerhard Müller. Die geförderten Wohnungen sind für die Dauer von 15 Jahren zweckgebunden. Einziehen darf nur, wessen Haushaltseinkommen innerhalb des im Landeswohnraumförderungsgesetz definierten Rahmens liegt.

 

Stefanie Seiler lobte das Projekt und dankte für die Fördermittel.

 

  „Es ist unsere Verantwortung, zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit gutem und bezahlbarem Wohnraum in ganz Rheinland-Pfalz mit aller Kraft beizutragen. Die soziale Wohnraumförderung ist das Kernstück unserer Wohnungspolitik, um bezahlbaren Wohnraum in guter baulicher Qualität für generationengerechtes und barrierefreies Wohnen auszuweiten. Flankiert wird die Wohnraumförderung unter anderem durch Kooperationsvereinbarungen, die wir auch mit Speyer geschlossen haben. Diese Vereinbarungen sollen dazu beitragen, dass bei neuen Baugebieten eine Sozialquote von mindestens 25 Prozent festgelegt wird“, sagte Finanz- und Bauministerin Ahnen.

 

Paul Nowicki erteilte dem Grundstein und den Baumaßnahmen den kirchlichen Segen.

 

  Vermietet werden die geförderten Wohnungen im Einstieg zu einer Nettokaltmiete von sieben Euro im Monat – der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag im ersten Halbjahr 2019 in Speyer laut Statistischem Landesamt bei 8,97 Euro. „So sehr wir uns darüber freuen, dass Speyer offensichtlich für viele als Wohnort attraktiv ist, so möchten wir doch auch, dass sich alle Menschen unabhängig vom Geldbeutel hier niederlassen können. Das Siedlungswerk ist schon lange Jahre ein verlässlicher Partner und ich freue mich daher sehr, dass auch beim Bauvorhaben am Priesterseminar der Fokus auf bezahlbarem Wohnraum liegt“, sagte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler zur Wohnungsmarktsituation ihrer Heimatstadt.

 

Die Urkunde wurde vorgelesen, in einer Zeitkapsel verschlossen und diese in den Grundstein gelegt.

 

Bezugsfertig im Sommer 2021

  Alle Wohnungen werden barrierefrei errichtet, der Einzug der Mieter ist zum Sommer 2021 geplant. Neben den 59 eigenen Mietwohnungen errichtet das Siedlungswerk in der Nachbarschaft auch 16 familienfreundliche Doppelhaushälften, 74 Eigentumswohnungen sowie 30 Mietwohnungen, die an die örtliche Baugenossenschaft veräußert wurden. Von diesen 30 Wohnungen werden 10 Wohnungen ebenfalls öffentlich gefördert. Außerdem entsteht auf dem Gelände ein hausärztliches Versorgungszentrum, das von einem Speyerer Arzt errichtet wird, sowie ein weiteres Wohngebäude des Siedlungswerks, in das eine Pflege-Wohngemeinschaft integriert werden soll, die vom Caritasverband betreut wird.

 

Ministerin und Oberbürgermeisterin helfen beim Schließen den Grundsteins.

 

  „Mit einem Investitionsvolumen von rund 55 Millionen Euro handelt es sich um das größte Projekt, das vom Gemeinnützigen Siedlungswerk in seinem über 70-jährigen Bestehen bisher durchgeführt wurde. Damit entsteht Wohnraum für 500 bis 600 Menschen in Speyer Süd“, erklärte Müller. Im vergangenen Jahr konnten 75 Wohneinheiten in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro in Speyer gefördert werden. „Die ISB als Förderbank des Landes begleitet regelmäßig Wohnbauprojekte privater wie gewerblicher Investoren. Wir freuen uns sehr, ein weiteres Mal guten und bezahlbaren Wohnraum in Speyer zu schaffen“, erläuterte Dexheimer.

 

Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, Direktor des Caritasverbandes, setzt den Schlussstein des Grundsteins.

 

  Über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB): Die ISB mit Sitz in Mainz ist die landeseigene Förderbank für Rheinland-Pfalz und unterstützt das Land bei der Umsetzung der Wirtschafts-, Struktur- und Wohnraumförderung. Mit Beratungsangeboten, zinsgünstigen Darlehen, Bürgschaften, Zuschüssen und Eigenkapitalfinanzierungen setzt sie ein breites Portfolio an Fördermöglichkeiten ein und bezieht hierbei auch Mittel des Landes, Bundes und der Europäischen Union ein. Die ISB arbeitet wettbewerbsneutral mit allen Kreditinstituten und Sparkassen zusammen.

 

Auch ein Domwein/Rot und ein Domwein/Weiß wurden mit der Zeitkapsel in den Grundstein gegeben. Einige Anwesende legten ihre Visitenkarten in den Grundstein, so die Journalistin Susanne Kühner, der Journalist Bernhard Bumb und Domkapitular Hundemer.

 

  Da es sich bei den Baumaßnahmen um ein Projekt des kirchlich-katholischen Gemeinnützigen Siedlungswerkes Speyer handelt, hat Diakon Paul Nowicki den Grundstein und die Baustelle gesegnet. - Pressemeldung/ISB / bb

 

Mit drei Kellenschlägen auf den Grundstein wird nach uralter Tradition den Baumaßnahmen, den beteiligten Firmen, den künftigen Eigentümern und Mieter viel Glück gewünscht.

 

Ein Grußwort sprach der Vorsitzende des Aufsichtsrates des GSW.

 

Gerhard Müller freut sich über die Fördermittel.

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