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Alexandra Mika. - Bild © Bernhard Bumb

Eine Gemeindeschwester Plus für 80-Jährige Plus

Alexandra Mika kümmert sich in Speyer-West um ältere Senioren

Speyer. - Es gibt Senioren „80 Plus“, die rüstig sind, aktiv sind, Fahrrad fahren, Auto fahren, Freunde haben, und, wenn man sie reden hört, keine Probleme haben. Dann gibt es aber Senioren, die zwar noch auf eigenen Füßen stehen, aber die nächsten Verwandten weit weg wohnen, Freunde vielleicht nicht mehr ansprechbar, nicht mehr da sind, die ab und zu Unterstützung brauchen oder mit jemandem quatschen wollen. Vor allem wollen nicht wenige, weit in die Jahre gekommenen Männer und Frauen immer noch in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben.

  Inzwischen ist Alexandra Mika für ältere Leute, also „80 Plus“, zunächst in Speyer-West unterwegs. In West leben nämlich die meisten Speyerer über 80. Die Gemeindeschwester kümmert sich um die verschiedensten Anliegen der Senioren, hilft mit, deren Tagesabläufe zu organisieren, dass sie zurecht kommen, ihre Erzählrunden, Spielrunden, Spaß und Unterhaltung haben. Diesbezüglich besucht die 53-Jährige ihr Klientel nicht nur zu Hause sondern auch in Seniorenheimen. Wichtig sind ihr Kontakte zu den Heimleitungen, zu anderen sozialen Einrichtungen und beispielsweise zu Arztpraxen.

  Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) stellte Gemeindeschwester Mika im gestrigen Pressegespräch vor. Kabs verwies darauf, dass das Thema „Gemeindeschwester Plus“ vom Land initiiert wurde, beim Land „schon länger Thema“ sei. Speyer habe sich nun eingeklinkt. Michael Spieß, Abteilungsleiter Sozialhilfe und Sozialleistungen, sagte, das Land spiele hier in Deutschland „eine Vorreiterrolle“. Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) wünsche, dass „Gemeindeschwester Plus“ in ganz Deutschland eine Dauereinrichtung wird.

  Alexandra Mika ist examinierte Krankenschwester (Ausbildung am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus), hat in der Psychiatrie gearbeitet, hat Erfahrung mit Sterbenden, sie war unter anderem mit der Betreuung von Leuten nach dem Amoklauf in Winnenden befasst. Seit über 25 Jahren ist sie in der Pflege tätig, sie betonte im Pressegespräch, dass sie den Kontakt mit Menschen liebe. Seit 1. September ist Alexandra Mika bei der Stadtverwaltung Speyer als Gemeindeschwester Plus angestellt. - bb

  Sprechstunden bietet Alexandra Mika an in Q+H St. Hedwig (Heinrich-Heine-Straße 8), jeden Mittwoch ab 13 Uhr. Angedacht seien regelmäßige Sprechstunden im Büro Soziale Stadt Speyer-West (Berliner Platz). Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Tel.: 06232 14-2260

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