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Stadtrat: Landesgartenschau für Speyer soll geprüft werden

Die BGS stimmte gegen den Prüfantrag / Die Wählergruppe Schneider enthielt sich

Speyer. - Bis auf Claus Ableiter (BGS) und Matthias Schneider (WGS) stimmte der Rat dem SPD-Antrag zu, zu prüfen, ob eine Landesgartenschau in Speyer zu verwirklichen ist. Die sozialdemokratische Fraktion sieht in einer Gartenschau ein „nächstes großes Stadtentwicklungsprojekt in Speyer“ nach den 1990er Jahren (Stadtjubiläum, Salier-Schau). Geprüft werden müsse, wann eine Gartenschau stattfinden kann, wie eine solche zu finanzieren sei und ob das Land eine Gartenschau in Speyer durchführen würde. Die SPD verstehe ihren Antrag „als ersten Anstoß“. Für die SPD sprach Philipp Brandenburger.

  Dr. Axel Wilke sagte, dass die CDU-Fraktion der SPD Zustimmung signalisiere - „Es braucht immer einen neuen Aufschlag für die Stadtentwicklung“. Eine Landesgartenschau sei dafür „ein wichtiger Baustein“. Der Fraktionsvorsitzende warnte jedoch „vor zu viel Enthusiasmus“, denn bei nächster Gelegenheit, 2026 (2022 – Neuenahr-Ahrweiler), bekomme eventuell Neustadt - „ein heißer Anwärter“ - den Zuschlag. Neustadt sei schon längst in den Vorbereitungen, nun sei es zeitlich für Speyer „kurz vor knapp“. 2030 sei wahrscheinlich wieder eine Kommune im nördlichen Rheinland-Pfalz an der Reihe, bleibe wohl 2034 – und das ist „verdammt weit weg“, so Wilke.

  Aurel Popescu (Die Linke) zog mit den Christdemokraten gleich, empfahl dem Rat eine Realisierung in „zirka 15 Jahren“ anzupeilen. Die Linke-Fraktion stimmte dem SPD-Antrag zu. Irmgard Münch-Weinmann (Grünen-Fraktion) brachte eine „interkommunale Gartenschau“ in die Runde, die Grünen stimmten dem Prüfantrag zu. Mike Oehlmann (FDP): „Unterstützung Ja“. Die AfD stimmte, so Nicole Höchst, dem Antrag „unbedingt“ zu.

  Claus Ableiter sieht die Realisierung einer Gartenschau eher skeptisch. Mit Blick auf das Jahr 2026 sagte der Partei- und Fraktionsvorsitzende der BGS: „Ich glaube nicht, dass Neustadt sich die Gartenschau wegschnappen lässt“.

  Konkret angedacht sei das Pionier-Gelände im Norden der Stadt. Sollte eine Landesgartenschau in der Domstadt erst in ferner Zukunft möglich sein, so wohl auf dem Flugplatzgelände, meinte Ableiter hinsichtlich einer eventuellen Schließung des Flugplatzes im Jahr 2044. -Bernhard Bumb-

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