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Nachwuchs bei den Östlichen Grauen Kronenkranichen

Das Zooteam freut sich über eine weitere erfolgreiche Brut bei den Östlichen Grauen Kronenkranichen. Am 23. August schlüpften zwei Küken, die von den Elterntieren aufgezogen werden. Naturbrut- und -aufzucht waren im letzten Jahr zum ersten Mal gelungen, in den Jahren 2017 und 2018 wurden insgesamt fünf Küken von den Tierpflegern des Zoos aufgezogen, da das junge, unerfahrene Paar dies zunächst noch nicht selbständig tat.

  Ein klein wenig unglücklich war in diesem Jahr zunächst der Eiablageplatz, für den die Kraniche einen Teil des Besucherbereichs der großen Afrika-Freiflughalle wählten. Für die Zeit der Brut mussten die Tiere mit Barrieren von allzu neugierigen Zoogästen und diese vor den Kranichen, die ihr Nest vehement verteidigten, geschützt werden. Aber letztlich ging alles gut und die entzückenden Küken erfreuen nun Zooteam und -gäste bei der Erkundung ihres Geheges.

  Die Küken folgen den Eltern, lernen die weiteren Gehegebewohner kennen und von den adulten Vögeln, welches Futter schmackhaft ist und wie man herankommt. Auf dem Speiseplan der Art stehen im natürlichen Lebensraum Insekten, sowie Samen, Beeren und andere pflanzliche Kost sowie kleine Amphibien und Reptilien.

  In den Heimatländern im östlichen Afrika kämpft auch diese stattliche Vogelart ums langfristige Überleben, da viele Feuchtgebiete Dürreperioden, Entwässerung, Überweidung und Umwandlung in Ackerflächen zum Opfer fallen und der Einsatz von Pestiziden zusätzlich Nahrungsquellen dezimiert. Außerdem wird der hübsche Vogel gezielt für den Verkauf gefangen und seine Eier abgesammelt.

  Zoo und Zoofreundeskreis Landau unterstützen zusammen mit der Bundesarbeitsgruppe Afrika des NABU International seit nunmehr drei Jahren ein von der Rwanda Wildlife Conservation Association (RWCA) initiiertes und geleitetes Schutzprojekt vor Ort in Ruanda. Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der 2 Kronenkranich als gefährdet. Der Populationstrend in Ostafrika ist abnehmend.

  In Ruanda selber scheinen sich die Bestände durch die Schutzmaßnahmen derzeit zu stabilisieren. Daher ist es natürlich besonders wichtig, dass auch der Zoo Landau sowohl außerhalb des natürlichen Lebensraums als auch vor Ort sein Engagement fortführt, um die Art zu erhalten. - Presse/Zoo Landau

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