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Angriff auf Ordnungskräfte und Feuerwehr / 6 Schwerverletzte in Neustadtadt an der Weinstraße

Oberbürgermeister verurteilt Angriff auf Ordnungskräfte und Feuerwehr

Der Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße zeigt sich entsetzt über einen Angriff auf Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie auf Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr. „Ich bin über den Angriff auf unsere Ordnungskräfte und die Feuerwehr fassungslos. Es handelte sich um eine geplante, hinterhältige Tat, wie sie unsere Stadt bisher nicht erlebt hat“, erklärt Oberbürgermeister Marc Weigel.

  Er fügt hinzu: „Die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte und staatliche Organe hat uns nun auch in Neustadter reicht.“ Das Geschehen habe auch in der gesamten Stadtverwaltung große Bestürzung ausgelöst. Bei dem Angriff wurden am Donnerstag, 20. August, gegen 10 Uhr sechs Personen, darunter der mutmaßliche 64-jährige Täter, zum Teil schwer verletzt.

  Zwei Mitarbeiter des kommunalen Vollzugsdienstes und eine 22 Jahre alte Feuerwehrfrau wurden mit brennenden Flüssigkeiten und vorbereiteten Brandsätzen attackiert. Verletzt wurden auch ein am Einsatz beteiligter Mitarbeiter eines privaten Schlüsseldienstes sowie ein Nachbar, der zu Hilfe eilte.

  Zum genauen Tathergang äußern sich nach eigenen Angaben Staatsanwaltschaft und Polizei. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. In der Rotkreuzstraße am Rand der Innenstadt sollte auf Veranlassung des Amtsgerichts Neustadt eine Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses zwangsgeräumt werden. Die Ordnungskräfte der Stadt leisten hierbei routinemäßig Amtshilfe.

Bisher nie aggressiv gewesen

  Die Wohnung befindet sich im Besitz der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG). Der Mieter wohnt dort seit 2013 und war seit 2019 im erheblichen Mietrückstand. Alle Versuche seitens der Stadt, der WBG und des Amtsgerichts, die Zwangsräumung abzuwenden, waren im Vorfeld gescheitert. Bei verschiedenen Kontakten mit der Stadtverwaltung und der WBG hatte der Mann bislang kein aggressives Verhalten gezeigt. Zuletzt hatte eine Gerichtsvollzieherin mit dem Mieter die drohende Zwangsräumung besprochen. Auch hierbei zeigte sich der Mann nicht aggressiv.

  Ursprünglich sollte bereits im März die Zwangsräumung stattfinden. Diese wurde coronabedingt jedoch ausgesetzt. Beratungsangebote durch verschiedene Dienststellen der Stadtverwaltung Neustadt, darunter die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit, sowie der WBG wurden von dem Mann nicht in Anspruch genommen. - Presse/Stadt Neustadt a. d. Weinstraße

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