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v. l. Staatssekretär Denis Alt, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Bürgermeisterin Monika Kabs und der Vorsitzende des Verkehrsvereins Uwe Wöhlert vor der mittelalterlichen Synagoge von Speyer. - Bild © Stadt Speyer.

Sonderausstellung INNOVATION MADE IN SchUM im Museum SchPIRA in Speyer eröffnet

Im Museum SchPIRA in Speyer wurde gestern, 23. August 2020, die Sonderausstellung INNOVATION MADE IN SchUM eröffnet, die bis Ende nächsten Jahres zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden kann.

  INNOVATION MADE IN SchUM ist eine Ausstellung des Landes Rheinland-Pfalz mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in Kooperation mit der Stadt Speyer unter Beteiligung des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg (IEK).

  Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Judenhof Speyer – das früheste erhaltene jüdische Gemeindezentrum in Mitteleuropa. „Die Ausstellung ist eine einzigartige Möglichkeit, auf die schöpferische Leistungskraft der SchUM-Gemeinden Speyer, Worms und Mainz zu verweisen. Obendrein gewährt sie Einblicke in den aktuell laufenden Prozess der UNESCO-Welterbebewerbung, deren Ergebnis die Speyerer und Speyererinnen gespannt entgegenblicken“, so Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler in Ihrem Beitrag zur Eröffnung der Ausstellung.

  „Die Präsentation, die wir heute eröffnen, ergänzt das bereits bestehende aussagekräftige Angebot des Museums Schpira temporär um zwei Aspekte, die der UNESCO wichtig sind: Sie richtet zum einem den Blick auf SchUM als serielle Nominierung. Zum anderen vermittelt sie die wesentlichen Ideen der Welterbe-Konvention, dass es weltweit Stätten gibt, die ‚eine kulturelle Bedeutung haben, die so außergewöhnlich ist, dass sie nationale Grenzen durchdringt und sowohl für gegenwärtige als auch für künftige Generationen der Menschheit von Bedeutung ist‘. Ich danke allen Beteiligten für die Konzipierung dieser außergewöhnlichen Ausstellung und auch ganz besonders für die intensive Unterstützung bei der Erarbeitung des Welterbe-Antrags“, sagte Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Kulturministerium und Regierungsbeauftragter für das UNESCO-Welterbe Rheinland-Pfalz.

  Die jüdischen Gemeinden der drei Städte besiegelten Ende des 12. Jahrhunderts ihren vielfältig gelebten Austausch mit gemeinsamen Beschlüssen. Der einzigartige Verbund SchUM, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Namen der drei Städte zusammensetzt, trägt die wesentlichen Elemente der jüdischen Tradition bis in die Gegenwart. - Matthias Nowack

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