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v. l. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Generalkonsulin Sandra Simovich, Bürgermeisterin Monika Kabs, Liran Sahar, Berater für bilaterale Beziehungen im Generalkonsulat. - © Stadt Speyer

Israelische Generalkonsulin zu Besuch in Speyer

Judentum als Teil der Speyerer Geschichte

Zu einem Kennenlerngespräch empfingen Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Bürgermeisterin Monika Kabs am gestrigen Dienstag, 25. August 2020, Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland in Speyer. Simovich ist zuständig für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland.

  Im Mittelpunkt des Treffens standen der Austausch über die gemeinsame UNESCO-Weltkulturerbebewerbung der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz sowie die gemeinsame Besichtigung des Judenhofs und der Mikwe. Oberbürgermeisterin Seiler unterstrich bei dieser Gelegenheit die emotionale Bedeutung des Welterbeantrags: „Es geht nicht nur darum, die baulichen Monumente zu erhalten, sondern auch darum, ein Zeichen dafür zu setzen, wie wichtig die jüdische Geschichte der SchUM-Städte war und ist und wie untrennbar das Judentum mit den drei Städten, die als Wurzel des europäischen Judentums zählen, verbunden ist.“

  Auch Generalkonsulin Simovich, für die die SchUM-Städte eine ganze besondere Bedeutung haben, hofft darauf, dass die Bewerbung Erfolg haben wird. „Es ist wichtig, dass das jüdische Erbe der SchUM-Städte, über das in Israel schon früh im Geschichtsunterricht an den Schulen gelehrt wird, auch außerhalb des Landes die verdiente Anerkennung erfährt“, betont sie.

  Mit Bürgermeisterin Monika Kabs, die sich als Dezernentin für die Städtepartnerschaften der Stadt Speyer verantwortlich zeichnet, tauschte sich Simovich über die Partnerschaft zwischen Speyer und Yavne aus und erläuterte mögliche Austauschmöglichkeiten sowie Projektkooperationen. Beide waren sich einig, dass es besonders wichtig sei, die junge Generation für den Austausch untereinander zu gewinnen und Bildungsarbeit zu leisten.

  Auch die Jüdischen Kulturtage, die im Rahmen der UNESCO-Bewerbung in diesem Jahr nochmal eine besondere Bedeutung erfahren, wurden thematisiert. Im Anschluss an den Termin in Speyer stattete Generalkonsulin Simovich mit Worms auch noch einer zweiten SchUM-Stadt einen Besuch ab. - Lisa Eschenbach

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