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Vorm Triptychon 'Die Pfalz am Rhein' von Hans Purrmann v. l. Maria Leitmeyer, Stefanie Seiler, Monika Kabs, Matthias Nowack. - Bild © Bernhard Bumb

Größte Purrmann-Ausstellung der Welt in Speyer (Teil 1)

30 Jahre Museum Purrmann-Haus / Jubiläumsfeier ist im Sommer 2021 vorgesehen

Speyer. - Das Museum Purrmann-Haus wurde am 17. November 1990 – im Jahr des 110. Geburtstag des Künstlers und der 2000-Jahr-Feier der Stadt Speyer – auch als Gedenkstätte eröffnet, also vor 30 Jahren. Das sollte heuer gebührend gefeiert werden. Dieser Plan hat sich jedoch wegen der Covid 19-Plage zerschlagen.

  In der Pressekonferenz am 1. Dezember blickten Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Bürgermeisterin Monika Kabs, die Kustodin Maria Leitmeyer M. A. und Dr. Matthias Nowack, Chef der Fachabteilung Kultur, Tourismus, Bildung und Sport, auf 30 Jahre Purrmann-Haus zurück und informierten, dass die Jubiläumsfeier nun im Sommer 2021 stattfinden soll.

  Zur Pressekonferenz wurde aus Platz- und Abstandsgründen wegen Corona in den Sitzungssaal des Stadtrates eingeladen, was aber auch wegen des Triptychons passte: ein großes Werk von Hans Purrmann, das dank der Abdeckung mit einer Hakenkreuzfahne nicht der Beseitigung „entarteter“ Kunst zum Opfer fiel.

  Das Museum Purrmann-Haus Speyer präsentiert Leben und Werk des bedeutenden Künstlerehepaares der Moderne Hans Purrmann (1880 - 1966) und Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876 – 943). Es beherbergt mit 70 Werken des Künstlers und 30 Werken der Künstlerin die weltweit größte Purrmann-Sammlung.

  Das umfangreiche Archiv des Hauses bewahrt Autografen sowie andere Zeitzeugnisse zu Hans und Mathilde auf und verweist auf die feste Verwurzelung der beiden im weitverzweigten Netzwerk der Kunstwelt Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

Rückblick

  Erinnert wurde vom Plenum vor allem an die Personen, die sich vor über 30 Jahren für das Purrman-Haus als Museum und Gedenkstätte eingesetzt haben: Oberbürgermeister Dr. Christian Roßkopf, Bürgermeister Werner Schineller, Kulturdezernent Hanspeter Brohm, der Vorsitzende des Kunstvereins Prof. Dr. Dr. Peter Eichhorn. Auch die Familie Purrmann hat den Umbau des Anwesens tatkräftig unterstützt und das Museum mit hochkarätigen Leihgaben ausgestattet.

  Erinnert wurde an den ersten Kustos, Dr. Friedrich Seel, an dessen Nachfolger Dr. Adolf Leisen und an dessen Nachfolger Dr. Jürgen Vorderstemann. Seit 2013 leitet Maria Leitmeyer das Haus. Gegenwärtig wird die Ausstellungsfläche um 100 Quadratmeter (Einliegerwohnung) erweitert. Diese Maßnahme soll planmäßig im Laufe des Jahres 2021 abgeschlossen werden.

 

Ausblick

  In der Pressemitteilung heißt es, dass auf der Basis der Quellenforschung das Speyerer Symposium im Sommer 2021 die Thematik der Künstlerehe im 20. Jahrhundert aufgreife, fortsetzen und erweitern werde. Zahlreiche Beispiele bedeutender Künstlerpaare der Moderne sollen vorgestellt, vergleichbare Bezüge diskutiert und damit ein wissenschaftlicher Diskurs ermöglicht werden. Die Ergebnisse sollen in einem Tagungsband veröffentlicht werden. - red

  Fortsetzung (Teil 2): Die Neuerscheinung „Stürmische Zeiten – Eine Künstlerehe in Briefen 1915 – 1943“ - Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Deutscher Kunstverlag, broschiert, 256 Seiten, 50 farbige Abbildungen, 18 €, ISBN 978 – 3 422 – 98242 – 0

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