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Justus Eichhorn. - Bilder © Bernhard Bumb

Großartiges Familienkonzert in Dreifaltigkeit

Friedemann, Alexia und Justus Eichhorn begeistern ihr Publikum bei ‚Speyer.Kultur goes Paradies‘

Speyer. - Joseph Haydn hätte wohl seine helle Freude an der Präsentation seines Klavierkonzerts in D-Dur (Hob. XVIII:11) von Justus Eichhorn gehabt. Der zehnjährige Jungstudent mit einem inzwischen schon dicken Erfolgskonto in der Klassiker-Branche war – und das kann man nur so sagen – einfach genial. Der Junge spielte das Klavierkonzert derart souverän, sicher, locker, leicht, dass er vom Publikum gefeiert, mit kräftigem Applaus und mit Bravo-Rufen im barocken Raum der Dreifaltigkeitskirche überschüttet wurde. Der hochtalentierte Bursche brachte das Klavierkonzert mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester zu Gehör. Der Dirigent: Friedemann Eichhorn, der Vater des Klaviervirtuosen.

 

 

  Justus am Klavier, Friedemann mit Violine, Gesamtleitung und als Dirigent, sowie Alexia, Friedemanns Frau und des Justus Mama, mit Violine und Viola – wie angekündigt, ein Familienkonzert. Wer nicht sofort aufgepasst hatte, wunderte sich wahrscheinlich, wieso Justus Friedemann samt Orchester die Ouvertüre machte, stand doch ganz oben auf der Setliste Vivaldi mit seinem Konzert für 2 Violinen in a-Moll (RV 522) und Haydn ganz unten als Finale. Die Musikanten drehten das Programm einfach um.

 

 

  Das Publikum bekam jedenfalls Perfektion geliefert. Außer Haydn und Antonio Vivaldi war Georg Philipp Telemann dabei. Das andere Stück von Vivaldi: der „Sommer“ und der „Winter“ aus den „4 Jahreszeiten“. Von Telemanns Werken suchten die Eichhorns das Violakonzert in G-Dur (TWV 51:G9) aus. Begrüßt wurde das Auditorium von Gemeindepfarrerin Christine Gölzer.

 

 

  Dank Corona durften für dieses Konzert am vergangenen Sonntag lediglich 150 Tickets verkauft werden und die Leute mussten weit auseinander sitzen, in Bänken, die rund 800 Besuchern Platz bieten. Draußen hörte man bei Sekt, ausgeschenkt für die Modernisierung der Kirchenorgel („Dorsch die Gorschel fer die Orschel“), ausschließlich positive Kommentare, vor allem über Justus Eichhorn, der dem Speyer-Report ein Autogramm aufs Programm gegeben hat. - bb

 

 

 

Nach dem Konzert, draußen vor der Kirche, war Justus Eichhorn der absolute Mittelpunkt.

 

 

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