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© Bilder: Bernhard Bumb

„… schön, dass du wieder da bist, Herrin.“

Brutal: Tanzen bei Betty Sue & The Hot Dots verboten!

Da wird den 250 Fans, die zugelassen waren, verboten zu tanzen – und das bei Betty Sue & The Hot Dots. Unfassbar! Was die Rockröhre und ihre badisch-pfälzische Formation ins Paradies mitbrachte, war ein heißes Rock‘n‘RollRockabillyBoogieTwistKonzert, bei dem wegen Corona die Leut‘ aufm Arsch bleiben mussten! Karin Brech sagte im Gespräch mit dem Speyer-Report: „Sitzen bleiben müssen ist hier eine Höchststrafe!“

 

 

  Mitsingen war auch nicht erlaubt. Mitsummen: ja. Aber was soll bei der Kiste, die da aufgemacht wurde, ein Mitsummen!? Ganz so brav waren die meisten Fans doch nicht auf den Biertischbänken, sie erfanden den Sitz-Rock, mussten schon aufpassen, dass beim rhythmischen Herumfuchteln keine Pfälzer Schorle verschütt‘ ging oder sonst was passierte, dass keine Bank umkippte.

 

 

 

  Die großen Hits standen auf der Setliste gemixt mit eigenen Songs. Bevor Betty mit „Born this way“ loslegte, sagte sie ins Publikum, dass Fans meinen, sie wäre wie Lady Gaga. Nun, warum net? Die Nummer 1 der Liste war „My boy Elvis“. Ein absoluter Rockabilly-Klassiker: „Blue Moon of Kentucky“.

 

 

  Als „Rock around the clock“ und „Whole lotta shakin“ von der Bühne schallten, merkte man, dass es dem Publikum wirklich verdammt schwer fiel, die Bänke zu drücken, jetzt war auch der Sitz-Twist geboren. Dann so was: im „Paradies“ der Song „Highway to hell“, ei, ei, ei… Auch höllisch, jedoch aus der eigenen Feder: „If I go to hell“ - Betty: „Da steigt der Teufel vom Thron und sagt, schön dass du wieder da bist, Herrin!“ Der Song war deftig heftig.

 

 

„Black or white“ von Michael Jackson, „Folsom Prison Blues“ von Jonny Cash, "Good rockin' tonight", einer der frühen Elvis-Songs, und die Rockabilly-Variante von „Tainted love“ waren mit von der Partie

  „Let‘s have a party“ - der Sitzzwang: sehr unangenehm! Zum Finale ließ die Formation dem „Shout“ so richtig freien Lauf. Ein Abgang von der Bühne ohne Zugabe geht nicht. Kurzum haben sich Betty – im normalen Leben Dominique Fürst mit dem Abi 2006 vom „Niki“ –, Matthias Kühn (Gitarre), Ben Melzner, der Bassmann, und Buddy Shofield am Schlagzeug mit „Perfect“ aus dem Paradies verabschiedet.

 

 

  Petra Klumb: „Elvis ist auferstanden. Ein dickes Lob an die Organisation“. Roland Kuntz: „Das war Begeisterung, einfach phänomenal, alles hat gepasst, sagenhafte Stimmung hier!“ Und vorm Konzert sagte Gaby Milla, Chefin vom Zimmertheater Speyer, dass diese Veranstaltung wegen allerlei corona-bedingten Terminverschiebungen ein vorgezogenes Weihnachtskonzert sein wird; die Band war für das Weihnachtskonzert im Zimmertheater 2020 vorgesehen. Die Show war perfect. - bb

 

 

 

 

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