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Rebecca Engelhardt. - Bild © Julian Erbeling

Kurpfalz Bären – HL Buchholz 08/Rosengarten 21:28 (9:10)

Luchse beeindrucken mit Cleverness und Robustheit / Dr. Robert Becker: „Die spielerische Leichtigkeit hat uns heute leider völlig gefehlt“

Vor einer Rekordkulisse von 1.100 Zuschauern in der Ketscher Neurotthalle bewiesen die Handball-Luchse aus Buchholz/Rosengarten eindrucksvoll ihre Extraklasse in der zweiten Handballbundesliga. Nach diesem überzeugenden Auftritt beim schärfsten Konkurrenten zweifelt keiner mehr daran, dass sie auch diese Saison als Spitzenreiter abschließen werden. Aller Einsatz der Bären-Ladies verpuffte an einer starken Abwehr der Gäste sowie an Torhüterin Mareike Vogel, die mit ihren Glanztaten die Hauptschützinnen der Bären völlig verunsicherte. Dr. Robert Becker hatte großes Verständnis für seine Mannschaft: „Wir haben heute gesehen, wie wichtig Nervenstärke und körperliche Robustheit in einem solchen Spitzenspiel den Ausschlag geben. Daraus können wir viel lernen.“

Beim 7:5 schien Mitte der ersten Halbzeit der Knoten geplatzt

Nach einer hart umkämpften ersten Halbzeit, in der die Bären-Ladies zahlreiche aussichtsreiche Situationen nicht nutzen konnten, setzte sich immer mehr die Kaltschnäuzigkeit und individuelle Klasse der Gäste durch. Sie ließen sich weder durch Strafzeiten noch Treffer ins „leere Tor“ aus der Ruhe bringen, sondern spulten ihr Programm routiniert ab. Dabei hatte es zwischenzeitlich gut für die Bären ausgesehen. Als Sabine Stockhorst einige „Unhaltbare“ entschärfte und Lena Feiniler zum 7:5 traf, ging ein Raunen durch die Halle. Aber die Ketscher Fans spürten, dass dieser Gegner an diesem Tag eine Nummer zu groß war. Dennoch blieb das Spiel aufgrund des kämpferischen Einsatzes lange offen und zur Pause schien noch alles möglich.

Der Rückstand wurde einfach nicht kleiner

Immer dann, wenn in der zweiten Halbzeit aus Bärensicht die Hoffnung auf eine Wende aufkam, schlugen die Luchse eiskalt zu. Der Drei-Tore-Vorsprung der Gäste wollte einfach nicht schmelzen, da auch beste Chancen und auch Siebenmeter-Gelegenheiten nicht vom Schneider-Team genutzt werden konnten. Die Ketscher Trainerin versuchte alles und öffnete nach dem 19:22 fünf Minuten vor Spielende die Abwehr. Aber statt der erhofften Ballgewinne wurde das Bärenteam eiskalt ausgekontert. Ein Lichtblick war dabei der unbekümmerte Auftritt der jungen Verena Oßwald, die zu vier sehenswerten Torerfolgen kam.

Kim Land glänzte als Spielmacherin

Bei Buchholz/Rosengarten überzeugte neben Torhüterin Mareike Vogel und Kim Land vor allem Evelyn Schulz, die als Abwehrspitze kaum zu überwinden war und am Kreis für besondere Momente sorgte. Aber auch Laura Schultze und Marleen Kadenbach machten auf den Halbpositionen ein starkes Spiel. Bei den Bären ist die starke Abwehrleistung von Lena Feiniler hervorzuheben. Auch wenn der Sieg der Luchse etwas zu hoch ausfiel, er war aufgrund der Dominanz in der zweiten Hälfte hoch verdient.

Für die BÄREN spielten Sabine Stockhost und Johanna Wiethoff im Tor, Sina Michels 3, Samira Brand 1, Lea Marmodee, Saskia Fackel 3, Lara Eckhardt 3/3, Anna Michl, Lena Feiniler 2, Carmen Moser, Rebecca Engelhardt 2, Elena Fabritz 3/1, Verena Oßwald 4. Die erfolgreichsten Werferinnen bei den Gästen waren: Laura Schultze 5, Julia Herbst 5, Marleen Kadenbach 4, Evelyn Schulz 4, Kim Land 3, Lynn Schneider 3.

Das nächste Spitzenspiel beim Tabellendritten am nächsten Samstag in Mainz (18 Uhr) -Presse-Bär-

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