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Philip Müller vom JSV Speyer (weiß) - Tobias Shirra © Sportfotos24 - Wetzel

JSV-Männer bleiben ungeschlagen

Rüsselsheim. - Es war der erwartet enge Kampf mit dem erhofften positiven Ausgang: Das Männerteam des JSV Speyer hat sich am dritten Kampftag der 1. Judo-Bundesliga beim JC Rüsselsheim mit 8:6 durchgesetzt und bleibt damit in der laufenden Saison ungeschlagen.

   Bereits der erste Kampf war richtungsweisend: Franz Haettich vom JSV traf auf den Ukrainer Sergii Krivchach, der eine Woche zuvor Fünfter der Europameisterschaft geworden war, und konnte sich mit einer Wazaari-Wertung für eine Konteraktion kurz vor Schluss den Sieg sichern. Die zwei Speyerer Georgier Onise Bughadze und Tengo Zirakashvili – Letzterer bei seinem Debüt für Speyer – wurden ihren Favoritenrollen mit souveränen Siegen gerecht.

   Patrick Schmidt und Philip Müller holten mit beeindruckenden Leistungen gegen starke Gegner zwei weitere Punkte für Speyer, so dass zur Halbzeit eine 5:2-Führung zu Buche stand, die in dieser Höhe wohl die wenigsten erwartet hätten.

   Doch trotz der klaren Führung hatte Teamchef Michael Görgen-Sprau in der Halbzeit keine leichte Aufgabe bei der Aufstellung für die zweite Runde. Die drei vorgeschriebenen Wechsel vornehmen, gleichzeitig aber genügend sichere Punktegaranten in der Aufstellung lassen, um mindestens drei Punkte zu holen und den Sieg nach Hause zu bringen – das war keine leichte Aufgabe, zumal sich Yves Touna bei seinem verlorenen Kampf verletzt hatte, und Michel Adam sowie Michael Krieger vor dem Kampf kurzfristig verletzungsbedingt ausgefallen waren.

   Aber der Plan ging auf, wenn auch knapp: Franz Haettich konnte sein Kunststück aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen und unterlag nach über vier Minuten Kampfzeit gegen Daniel Stamm. Onise Bughadze konnte zwar erwartungsgemäß den nächsten Punkt für Speyer holen, doch danach begann die Rüsselsheimer Aufholjagd: Felix Bächle, David Riedl und Patrick Striegel mussten ihre Kämpfe abgeben, und plötzlich stand es 6:6. Patrick Striegel zog sich zudem eine schwere Schulterverletzung zu.

   Im vorletzten Kampf erwies sich der Georgier Irakli Kupatadze also ebenso zuverlässig wie seine zwei Landsleute zuvor. Hochgestellt in die Kategorie bis 66 Kilogramm, brachte er Speyer mit einem Sieg wieder in Front. Somit hatte Philip Müller den Ausgang des Kampfes in der Hand.

   Er ließ sich kein Druck anmerken und wiederholte gegen den ehemaligen Deutschen Meister Schirra seinen Sieg aus dem ersten Durchgang, um den Gesamtsieg für den JSV unter Dach und Fach zu bringen. - Seán McGinley

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