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JUDO: JSV-Männer wollen zurück in die Erfolgsspur

Nach der knapp dreimonatigen Sommerpause geht die 1. Judo-Bundesliga der Männer in den Endspurt: Die letzten beiden Kampftage stehen an, und für den JSV Speyer sind es zwei Heimkämpfe, in denen es gilt, in die Erfolgsspur zurückzukehren.

   Nach einem sehr starken Saisonauftakt und einer zwischenzeitlichen Tabellenführung hatten die Pfälzer in den letzten Kämpfen vor der Sommerpause ziemlich viel Pech und mussten trotz enger Kampfverläufe dreimal hintereinander Niederlagen hinnehmen.

   Das soll sich am Samstag ändern, wenn die TSG Backnang zur ungewohnt frühen Zeit von 16 Uhr im Rahmen eines Doppelkampftages im Judomaxx gastiert. Die Schwaben haben noch keinen Kampf gewonnen, aber immerhin dreimal Unentschieden gekämpft, so dass sie mit drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenrang liegen.

   „Wir haben uns fest vorgenommen, nach den letzten drei Niederlagen endlich wieder einen Sieg einfahren und an die starken Leistungen vom Saisonanfang anzuknüpfen“, sagt Teamchef Michael Görgen-Sprau. Auch ohne die Langzeitverletzten Michel Adam und Patrick Striegel sowie den ebenfalls verletzungsbedingt fehlenden Samuel Mendel, Pierre Ederer sieht er gute Voraussetzungen für dieses Vorhaben.

   „Wir können trotzdem eine gute Mannschaft aufstellen, wir haben unter anderem auch dieses Mal wieder einige unserer georgischen Kämpfer dabei, und können in jeder Gewichtsklasse um die Punkte mitkämpfen“, so Michael Görgen-Sprau.



JSV-Frauen klarer Außenseiter

   Eigentlich sollte es ein Doppelkampftag werden für die Speyerer Judo-Frauen, aber nun kommt es ihnen ziemlich entgegen, dass am Samstag im Judomaxx vor dem Kampf des Männerteams nur ein einziger Frauenkampf stattfinden wird. Der Kampf der 2. Bundesliga der Frauen fällt wegen der Absage des Gastteams aus Gröbenzell aus, und so lautet die einzige Paarung bei den Frauen genau wie die bei den Männern, nämlich JSV Speyer gegen TSG Backnang.

   Es ist die Paarung, die über viele Jahre das Topduell der 1. Bundesliga der Frauen war, in der so manche Meisterschaft entschieden wurde. Doch seit dem letzten Jahr hat sich das Kräfteverhältnis deutlich zugunsten Backnangs verschoben, zumindest den Ergebnissen nach zu urteilen. Von der Dominanz der TSG zeugt die Bilanz von 51:5 Einzelkämpfen nach den ersten vier Kampftagen.

   Dass der JSV sich zuletzt nicht mit dem alten Rivalen messen konnte, lag vor allem an erheblichen personellen Problemen. Den Hinkampf am 1. Kampftag dieser Saison musste der JSV sogar mangels einsatzfähiger Kämpferinnen kampflos mit 0:14 abgeben. Für das Duell am Samstag ist die personelle Situation auf Speyerer Seite zwar besser, aber auch nicht optimal.

   Neben einigen Erkrankten muss Teamchefin auf alle Kämpferinnen aus dem Ausland verzichten, da diese aufgrund der bevorstehenden Weltmeisterschaft keine Erlaubnis seitens ihrer Trainer für einen Bundesligaeinsatz bekommen. „Es kann aber gut sein, dass Backnang bei einigen ihrer Kämpferinnen das gleiche Problem hat und deshalb nicht in Bestbesetzung antreten kann“, meint Barbara Bandel, die aber dennoch die Favoritenrolle ganz eindeutig beim Gast sieht.

   Eine glückliche Fügung ist die Absage des Zweitligakampfes, weil dadurch die Speyerer Zweitligakämpferinnen für Einsätze im Erstligakampf zur Verfügung stehen werden, was unter den schwierigen personellen Voraussetzungen Gold wert ist. „Wir sind sieben aus dem Erstligakader und neun aus dem Zweitligateam“, rechnet Barbara Bandel vor, nachdem unter der Woche mehrere Absagen bei ihr eingetrudelt waren.

   „Das ist sehr wichtig, denn ohne die Zweitligakämpferinnen könnte ich bestimmte Gewichtsklassen entweder überhaupt nicht besetzen oder hätte keine Wechseloption. Auch wenn es zahlenmäßig etwas mau aussieht, sind diejenigen, die dabei sind, super stark und auch motiviert. Wir hoffen also, dass wir Backnang zumindest ein bisschen das Leben schwer machen können!“ - Seán McGinley

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