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Philipp Müller vom JSV Speyer (blau) - Bilder © JSV Speyer

JUDO: Backnang bezwungen

Mit einem klaren 10:4-Heimsieg gegen die TSG Backnang haben sich die Männer des JSV Speyer in der 1. Judo-Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem sie zuvor drei Niederlagen in Serie kassiert hatten.

   Nach einem knappen ersten Durchgang dominierten die Gastgeber vor einem begeistertem Heimpublikum im Judomaxx die zweite Hälfte der Begegnung. Onise Bughadze sorgte für einen optimalen Start aus Speyerer Sicht mit einem schnellen Sieg gegen Lorenz Moor. Der zweite Georgier im Speyerer Aufgebot, Irakli Kupatadze, sah sich aber einem harten Brocken in Form des Ungarn Csanád Feczkó gegenüber. Ohne Wertung in der regulären Kampfzeit ging es ins Golden Score, wo der Speyerer die entscheidende Wertung hinnehmen musste.

   Die Freude auf Seiten der Gäste war aber nicht von langer Dauer, denn es folgte ein Hattrick aus schnellen und spektakulären Ippons durch die Speyerer Patrick Schmidt, Philipp Müller und Yves Touna. Spätestens jetzt war das Publikum im Judomaxx vollauf begeistert und machte sich lautstark bemerkbar. Doch Backnang steckte nicht auf und holte die nächsten beiden Kämpfe – Franz Haettich und Till Braunbach konnten trotz guter Leistungen nicht verhindern, dass die Speyerer Führung von 4:1 auf 4:3 verkürzt wurde.

 

Franz Haettich vom JSV Speyer (blau)

 

   Die Wechsel zur Halbzeit wirbelten die Paarungen ordentlich durcheinander, denn während Speyer sich mit der vorgeschriebenen Mindestzahl von drei neuen Kämpfern begnügte, brachte Backnang im zweiten Durchgang gleich fünf neue Leute. So war der Auftaktkampf zwischen Bughadze und Moor die einzige Paarung, die im zweiten Durchgang eine Neuauflage erfuhr – und auch das
Ergebnis war das gleiche, nämlich ein schneller Sieg für den Speyerer.

   Anschließend konnte sich Kupatadze erfolgreich revanchieren – allerdings gegen einen anderen Gegner. Andreas Benkert und Philipp Müller bauten die Führung dann soweit aus, dass der Sieg des JSV auch rechnerisch feststand.

   Luca Bößer musste dann dem international erfolgreichen Niederländer Yannick van der Kolk den Punkt überlassen, doch es sollte tatsächlich der letzte Kampf sein, den der JSV abgeben musste. Franz Haettich gewann souverän nach einer knappen Minuten gegen Ben Rommel und zum Abschluss gab es noch ein echtes Highlight mit dem ersten gewonnen Kampf von Martin Ludwig in der 1. Bundesliga – der Routinier, der in der Vergangenheit oftmals unglücklich verloren hatte nach starken Leistungen, schaffte es dieses Mal, seine Führung geschickt über die Zeit zu bringen um den 10:4-Endstand herzustellen.

   „Wir haben unser Ziel erreicht: Wir wollten gegen Backnang gewinnen, und das haben wir geschafft – letztendlich deutlich, nach einem knappen Halbzeitstand. Wobei wir schon im ersten Durchgang etwas Pech hatten, denn gerade Irakli Kupatadze und Till Braunbach hatten durchaus Chancen, ihre Kämpfe zu gewinnen. Aber der zweite Durchgang war dann umso souveräner.

   Besonders gefreut habe ich mich über den Sieg von Martin Ludwig, der seit langem immer da ist und einspringt, wenn er gebraucht wird, und schon oft kurz davor war, sich selbst zu belohnen mit einem Sieg. Heute hat es endlich geklappt, und das war das I-Tüpfelchen auf diesem erfolgreichen Tag“, so Teamchef Michael Görgen-Sprau.

   Mit dem Sieg haben die Speyerer den vierten Tabellenplatz so gut wie sicher. Der Fünftplatzierte, der JC Rüsselsheim, könnte den JSV zwar noch rechnerisch einholen, müsste aber dazu beim Rekordmeister und Tabellenführer Abensberg gewinnen. Für die Speyerer findet die Saison ihren Abschluss mit einem weiteren Heimkampf im Judomaxx am kommenden Samstag. Zu Gast wird der aktuelle Tabellenzweite, der JC Leipzig, sein. - Sean McGinley

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