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Heinz-Olaf von Knobelsdorff © Bistum Speyer

Psychologe verstärkt das Team des Bischöflichen Rechtsamts

Speyer. - Heinz-Olaf von Knobelsdorff ist neuer Ansprechpartner für Intervention bei Verdachtsfällen auf sexuellen Missbrauch / Hanna Wachter ist seit 2019 zuständig für die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen.

   Heinz-Olaf von Knobelsdorff, bisher Präventionsbeauftragter für das Bistum Speyer, verstärkt seit Jahresbeginn das Team des Bischöflichen Rechtsamtes. Von Knobelsdorff steht als Ansprechpartner für Intervention bei akuten Verdachtsfällen auf sexuellen Missbrauch zur Verfügung. Zugleich wirkt er weiterhin an der Entwicklung und regelmäßigen Auditierung von Schutzkonzepten im Bistum Speyer mit. Dabei wird ein Schwerpunkt bei den Schutzkonzepten der Pfarreien liegen. „Die MHG-Studie hat gezeigt, dass die Kinder- und Jugendarbeit in den Pfarreien für die Prävention ein wichtiger Ansatzpunkt ist“, erläutert Justitiar Marcus Wüstefeld, der Leiter des Bischöflichen Rechtsamts.

   Olaf von Knobelsdorff ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche. Der gebürtige Bremer hat sein Studium an der Universität Landau absolviert. Stationen auf seinem bisherigen Berufsweg waren das Kinder-und Jugenddorf Maria Regina in Silz, der Deutsche Kinderschutzbund in Landau sowie der Caritas-Kinderschutzdienst für Speyer und den Rheinpfalz-Kreis. Gemeinsam mit Christine Lormes hat Olaf von Knobelsdorff seit Dezember 2019 als Koordinator, fachlicher Impulsgeber und Qualitätsgarant für die Prävention von sexuellem Missbrauch im Bistum Speyer gewirkt.

   „Mit Olaf von Knobelsdorff wird der psychologische Zugang bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Speyer gestärkt“, freut sich Wüstefeld über den personellen Zuwachs im Rechtsamt. Bereits seit dem Jahr 2019 ist die auch kriminologisch qualifizierte Juristin Hanna Wachter mit der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Bistum Speyer intensiv befasst. Gemeinsam mit den unabhängigen Missbrauchsbeauftragten führt sie Gespräche mit Betroffenen und vermittelt Hilfeangebote. Sie arbeitet mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen und koordiniert die Zusammenarbeit des Bistums mit dem Betroffenenbeirat und der Unabhängigen Aufarbeitungskommission. Zugleich nimmt sie die Geschäftsführung für den Beraterstab für Fragen des sexuellen Missbrauchs und der Prävention wahr.

   Von Knobelsdorff bildet gemeinsam mit Hanna Wachter, Marcus Wüstefeld und Saskia Masan ein multiprofessionelles Team, das in Verbindung mit den beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums, dem Betroffenenbeirat und der Unabhängigen Aufarbeitungskommission die Aufarbeitung von Fällen des sexuellen Missbrauchs im Bistum Speyer vorantreibt. „Zusätzlich zur juristischen, verwaltungswissenschaftlichen und kriminologischen Kompetenz haben wir jetzt auch eine psychologische Expertise im Team. Diese Bündelung von Perspektiven versetzt uns in die Lage, die Aufarbeitung effektiv nach vorn zu bringen und künftige Missbrauchsfälle nach Möglichkeit zu verhindern“, so Hanna Wachter.

   Das Bischöfliche Rechtsamt stehe für kompetente Aufarbeitung, Hilfe und Aufklärung. Die Befassung mit Fällen des sexuellen Missbrauchs habe in den vergangenen Jahren immer mehr Gewicht bekommen. „Daran zeigt sich, dass das Bistum Speyer an einer echten, umfassenden und konsequenten Aufklärung und Aufarbeitung der Missbrauchsfälle interessiert ist“, ergänzt von Knobelsdorff. - Bistum Speyer

   Kontakt: Bistum Speyer, Interventionsbeauftragter, Heinz-Olaf von Knobelsdorff, Telefon: 06232 / 102-194, Handy: 0151 14880088 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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