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Abgeordneter Michael Wagner (CDU) im Gespräch mit OStD Henning Vollrath von der BBS Speyer © Rainer Moster

Abgeordneter Michael Wagner (CDU) informiert sich an der Johann-Joachim-Becher-Schule

Ganztagsschule für das "Berufsvorschuljahr" und die "Berufsfachschule I" wäre nötig

Am vorletzten Schultag, stattete Michael Wagner, Abgeordneter des Landtags Rheinland-Pfalz, der Johann-Joachim-Becher-Schule einen Besuch ab. In dem knapp zweistündigen Gespräch tauschte sich der Abgeordnete mit Schulleiter Oberstudiendirektor Hennig Vollrath aus, informierte sich über die unterschiedlichen Bildungswege, die vielfältigen Bildungsangebote und die aktuelle Schulentwicklung.

  Mit 1.583 Schülern zwischen 15 und 50 Jahren und 103 Lehrkräften ist die Johann-Joachim-Becher-Schule die größte Bildungseinrichtung in Speyer. Eine Besonderheit der Schule: jährlich kommt es zu rund 800 Neuaufnahmen und genauso vielen Schulabgängen. Damit ist ein enormer Verwaltungsaufwand verbunden. Mit sichtlicher Begeisterung skizzierte Schulleiter Henning Vollrath die unterschiedlichen Bildungswege, die zuletzt mit der Installation des Wirtschaftsgymnasiums im Jahr 2019 vervollständigt wurden.

  Lange habe man auf das Wirtschaftsgymnasium warten müssen. Insgesamt sechsmal haben die berufsbildende Johann-Joachim-Becher-Schule (BBS) und die Stadt den Antrag auf ein Wirtschaftsgymnasium gestellt. Im Jahr 2018 sei dann die Genehmigung erteilt worden. Das berufliche Gymnasium mit Schwerpunkt Wirtschaft runde das schulische Angebot der Stadt ab, so der Schulleiter. Für den diesbezüglichen Einsatz von Bürgermeisterin Monika Kabs  dankte Henning Vollrath ausdrücklich.

  Auch wies der Schulleiter auf die Überlegung hin, für das Berufsvorschuljahr (BVJ) und die Berufsfachschule I (BF I) eine Ganztagsschule einzurichten. Dies sei seiner Meinung nach dringend geboten. Wagner versprach, diesen Gedanken weiterzutragen und mit Bürgermeisterin Monika Kabs ins Gespräch zu kommen.

  Ein weiterer Themenschwerpunkt und eine Herzensangelegenheit von Henning Vollrath: die Inklusion an der BBS Speyer. Es sei schön zu sehen, wie die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf in der Schule integriert seien. Vollrath betrachte Inklusion als Querschnittsaufgabe der gesamten Schule und appellierte an Politik und Wirtschaft, entsprechende Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Wagner versprach, dass es sich bei entsprechender Gelegenheit hierfür verwenden werde. "Das Thema Inklusion muss noch stärker in unser Bewusstsein gerückt werden," so Wagner.

  "In Deutschland haben rund eine halbe Millionen Kinder und Jugendliche bzw. 6 % aller Schüler einen diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf. Die Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung ist unsere gesellschaftliche Verpflichtung. Insofern freue ich mich sehr über den Beschluss des Speyerer Stadtrats, auf Empfehlung der Verwaltung den Inklusionsbetrieb auf dem Friedhof einzurichten, der jetzt zum 01.07. seine Arbeit aufgenommen hat," sagt Wagner. - Presse/CDU

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