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BUGA 23: Radschnellverbindung RS 15

Pionierprojekt durch Bundesförderung geadelt - BUGA 23 realisiert Teil der Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim und erhält Bundesförderung. Der Radverkehr stellt neben dem ÖPNV eine wichtige, klimaneutrale Säule im Mobilitätskonzept der BUGA 23 dar. Der Planfeststellungsbescheid für die Radschnellverbindung wird im Sommer 2021 erwartet.

   Große Freude herrscht beim BUGA-Team über die Bundesförderung der Radschnellwegeverbindung Verbindung Mannheim – Viernheim – Weinheim – Darmstadt / Bundesgartenschau 2023 (RS 15).

   Radschnellwege bieten durch direkte Streckenführung und größere Breite für den Radverkehr ein neues Qualitätsniveau und haben großes Potenzial, die Hauptverkehrsachsen auf Straßen und Schienen zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen. Im Land Baden-Württemberg sollen bis zum Jahr 2030 insgesamt 20 dieser Routen entstehen, die Planung von drei neuen Radschnell-wegen, darunter auch einer in Mannheim, wird nun durch den Bund finanziell unterstützt. Das haben das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Verkehrsministerium Baden-Württemberg heute (18. März) bekannt gegeben. Das BMVI steuert bereits für die Planungen insgesamt 6,4 Millionen Euro bei.

   Mit dieser Förderung der Planungskosten wird die erste Stufe auf dem Weg zur Aufnahme in das Bundesprogramm zur Förderung von Radschnellwegen erreicht. Der Bund beteiligt sich in der Regel mit mindestens 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den späteren Bau.

   Die Radschnellverbindung Mannheim – Viernheim – Weinheim – Darmstadt / Bundesgartenschau 2023 soll in Zukunft zentrale Orte in der länderübergreifenden Metropolregion verbinden. Auch das Gelände der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim wird an das Radschnellwegenetz und an die Mannheimer Innenstadt angebunden. Die rund sechs Kilometer lange Trasse schließt an den zirka 20 Kilometer langen Radschnellweg Heidelberg – Mannheim an. Dieser ist Teil des bundesländerübergreifenden Radschnellwegekorridors.

   Für die Trasse wurde ein Potential von 2.900 Radfahrten pro Tag ermittelt. Die Planung im Bereich der BUGA ist bereits in vollem Gange. Der Baubeginn ist für Sommer 2021 geplant und wird durch die Stadt Mannheim und die Gesellschaft zur Planung und Durchführung der Bundesgartenschau (BUGA gGmbH) realisiert.

Prof. Dr. Diana Pretzell, Umweltbürgermeisterin der Stadt Mannheim:

   „Der Radschnellweg Mannheim-Viernheim-Weinheim ist ein weiterer großer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Verkehrswende. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ermöglicht mit seiner Förderung des Radschnellwegs diesen für uns so wichtigen Schritt. Damit schließen wir Mannheim auch konsequent im Norden an das Radschnellwegesystem an, das bereits die genehmigte Strecke Mannheim-Heidelberg umfasst.“

Ralf Eisenhauer, Baubürgermeister der Stadt Mannheim:

   „Weite Teile des Mannheimer Nordostens erhalten durch die Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim eine zusätzliche, neue und komfortable Route Richtung Innenstadt sowie in andere Stadtgebiete wie Neuostheim oder die Oststadt. Die Anzahl von Radfahrenden zwischen Innenstadt und Mannheimer Nordosten soll durch die attraktive neue Verbindung gesteigert und die Kfz-Belastung entsprechend reduziert werden.“

Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau-Gesellschaft Mannheim2 023 gGmbH:

   „Bei der BUGA 23 rechnen wir mit 2,1 Mio. Besuchen. Der Radschnellweg stellt für unsere Besucherinnen und Besucher eine komfortable, attraktive und sichere An- und Abreisemöglichkeit dar. Zusammen mit dem ÖPNV ist er eine wichtige Säule unseres Mobilitätskonzepts. Und einer von vielen Beiträgen auf der BUGA 23 zum Klimaschutz. Wir freuen uns über die Förderung dieses Pilotprojektes in der Metropolregion.“ erklärt Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA 23 GmbH. Die BUGA-Gesellschaft ist mit der Herstellung eines Teilabschnitts der RSV Mannheim-Viernheim-Weinheim beauftragt.

 

Hintergrundinformation Radschnellverbindung

Radschnellverbindungen zeichnen sich aus durch:

•      Mindestens fünf Kilometer Gesamtstrecke

•      Überwiegend vier Meter breit

•      Interkommunale, weitgehend kreuzungsfreie Verbindung

•      Bevorrechtigte Führung der Radfahrenden

•      Bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr: min. 2.000 Radfahrer in 24 h auf überwiegenden Teil der Gesamtstrecke.

 

   Radschnellverbindungen sind aufgrund direkter Führungen mit wenigen Stopps und großer Breiten besonders attraktiv, gerade auch auf längeren Distanzen. Sie haben aufgrund der steigenden Nutzung von E-Bikes und Pedelecs großes Potenzial, um die Hauptverkehrs-achsen auf Straßen und Schienen zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen. Bei Radschnellwegen wird die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit dadurch erhöht, dass durch kreuzungsfreie oder bevorrechtigte Führungen die Radfahrerinnen und Radfahrer weniger oft anhalten und warten müssen. - Tanja Binder

   Weitere Infos unter www.radschnellverbindungen-bw.de/

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