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BUGA 2023 – Bau der Kleingartenparzellen

Kampfmittelsondierung läuft planmäßig

Mannheim. - Der Bau der 26 neuen Kleingartenparzellen in der Feudenheimer Au ist vertraglich geregelt / Mit Ersatzflächen und neuen Gartenlauben erfüllt die BUGA-Gesellschaft die Vereinbarung / Die Kampfmittelsondierung läuft planmäßig und wird im Dezember 2019 abgeschlossen.

  Der Bau der 26 neuen Kleingartenparzellen in der Feudenheimer Au schreitet voran: „Wir erfüllen mit dem Bau der neuen Kleingartenparzellen unsere vertraglichen Vereinbarungen mit den Pächtern“, erläutert Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA-Gesellschaft. Diese Vereinbarung wurde bereits 2018 zwischen dem Kleingartenverein und der Stadt Mannheim geschlossen und sichert den Kleingärtnern Ersatzflächen und neue Gartenlauben als Ausgleichsmaßnahmen zu. Auf der Fläche läuft aktuell planmäßig die Kampfmittelsondierung.

  Die Bundesgartenschau 2023 gGmbH wurde als städtische Tochtergesellschaft mit der Leitentscheidung 2017 mit der Herstellung des Grünzugs Nordost betraut, der sich auf insgesamt über 220 Hektar erstreckt. Eine Maßnahme stellt die Öffnung der Feudenheimer Au dar. „Wir wollen die Landschaft der Au und die dort herrschende Artenvielfalt für die Mannheimer Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen“, betont Schnellbach. Zu diesem Zweck werden 26 Kleingartenparzellen in die Au verlegt. Dabei wurden die Auflagen von Natur- und Artenschutz entsprechend der gesetzlichen Vorgaben vor Beginn der Baumaßnahme intensiv geprüft und in gesamten Umfang erfüllt. Daher hat auch die Untere Naturschutzbehörde ihr Einverständnis für den Baubeginn erteilt.

Barrierefreiheit

  Die barrierefreie Erschließung erfolgt unter anderem durch die Radschnellverbindung, die nicht nur aus einem Radweg, sondern auch aus einem barrierefreien Weg für Fußgänger besteht. Auf diese Weise wird die Au durch auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Momentan müssen sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer im Südwesten einen schmalen Weg in die Feudenheimer Au teilen, der nur schwer nutzbar ist für Personen mit Geheinschränkungen.

  Da sich das Baufeld der späteren Kleingartenparzellen in der Feudenheimer Au in einem gut zugänglichen Zustand befindet, konnte in der vergangenen Woche die Kampfmitteluntersuchung in Form einer Oberflächendetektion der insgesamt 7.276,20 Quadratmeter großen Fläche planmäßig durchgeführt werden. Die Auswertung der ersten Daten ergab eine geringe Belastung durch Kampfmittel im gesamten Baufeld. Daher werden einige Bereiche punktuell genauer untersucht und die oberen Erdschichten in Form von Einzelbefundbergungen vorsichtig unter fachtechnischer Aufsicht abgetragen.

96 neue Bäume

  Der Abschluss der Kampfmittelsondierung stellt auch das Ende der bauvorbereitenden Maßnahmen dar. Im Januar 2020 wird mit der strukturellen Erschließung des Baufelds durch den Bau der Wege begonnen, die auch als Baustraßen genutzt werden, um alle Parzellen zu erschließen. Nach aktuellem Planungsstand wird der Bau der neuen Parzellen Ende März abgeschlossen – sofern die Witterung dies zulässt. Die Parzellen sind zwischen 195 und 215 Quadratmeter groß und erhalten jeweils zwei Obstbäume. Mit den 44 Bäumen auf der angrenzenden Streuobstwiese werden im nächsten Frühjahr insgesamt 96 Bäume am Rand der Au gepflanzt.

  Anfang Dezember hat die Bundesgartenschau-Gesellschaft gGmbH mit dem Einreichen aller Pläne und Gutachten beim Regierungspräsidium Karlsruhe auch ein Planfeststellungsverfahren für die Radschnellverbindung eingeleitet. Mit dem Beschluss des Regierungspräsidiums wird im vierten Quartal 2020 gerechnet. Der Bau der neuen Kleingartenparzellen ist indes vom Planfeststellungsverfahren unabhängig.

  Im Vertrag zwischen dem Kleingartenverein Feudenheim e.V., dem Bezirksverband der Gartenfreunde e.V. Mannheim, der Stadt Mannheim und der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH wurde vereinbart, dass für den geplanten Radschnellweg unter anderem eine "rechtsverbindliche Trassenführung" vorliegen soll. Die Grundlage bildet der Gemeinderatsbeschluss vom 05.02.2019, mit dem die Trassenführung beschlossen wurde. - Tanja Binder, Pressesprecherin

 

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