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BUGA 23: Renaturierung des Neckars erfordert Kampfmittelsondierung bis 11.09.2020

BUGA 23 führt Strukturmaßnahmen für die naturnahe Entwicklung des Neckars und Neckarvorlands durch. Im Rahmen der Renaturierungsmaßnahmen findet derzeit eine Kampfmittelsondierung am Hans-Reschke-Ufer statt. Der Neckar soll sowohl für aquatische Lebensformen als auch für den Menschen in seiner Attraktivität gesteigert werden.

  Durch die Renaturierungsmaßnahmen im und am Neckar wird dieser wieder naturnah gestaltet und bietet somit Lebensräume für eine Vielzahl von standorttypischen Arten. Die Attraktivität des Neckars soll auch für die Mannheimer gesteigert werden – insbesondere für die Menschen aus den angrenzenden Stadtteilen. Vorbereitend zu den dafür notwendigen Erdarbeiten wird bis 11.09.2020 eine Kampfmittelsondierung am Hans-Reschke-Ufer durchgeführt. Die Renaturierung des Neckars findet im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinienmaßnahme zur Strukturverbesserung der Gewässerökologie statt.

  Im Neckarvorland im Bereich des Altneckars zwischen Neckar-Kilometer 4,600 und 8,000 werden beidseitig im Rahmen der Maßnahmen zur Renaturierung des Neckars Erdarbeiten notwendig. In einem ersten Bauabschnitt, der in Höhe des Fernmeldeturms beginnt und bis zur Riedbahnbrücke reicht, sollen bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau im April 2023 die ersten Maßnahmen durchgeführt werden, wie z.B. Uferentsteinung und -abflachungen. Still- und Fließgewässern sowie Inseln werden angelegt. Der zweite Bauabschnitt beginnt nach der BUGA 2023.

  Derzeit werden vorbereitend zu den Neckar-Renaturierungsmaßnahmen Kampfmittelsondierungen durchgeführt. Die Sondierung findet sowohl auf dem Neckarvorland auf der Südseite wie auch auf der Nordseite statt. Ebenfalls werden alle Wasserflächen des alten Neckarkanals nach Kampfmitteln sondiert – insgesamt 35,5 Hektar (19 Hektar Wasser- und 16,5 Hektar Landfläche). Die Sondierung erfolgt mittels magnetischer Untersuchung.

  Die Kampfmittelsondierung wird voraussichtlich am Freitag, 11.09.2020, abgeschlossen sein. Sollten Verdachtspunkte festgestellt werden, wird im Anschluss an die Sondierung ein Konzept zur Kampfmittelbeseitigung bzw. -räumung erarbeitet. - Tanja Binder

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