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Fritz Brechtel, Dietmar Seefeldt, Thomas Hirsch © Kreisverwaltung Germersheim

Bessere Schülerbeförderung in der Südpfalz

Appell: Unterrichtsbeginn flexibel gestalten und Schülerströme entzerren

Die Landräte Fritz Brechtel (Germersheim) und Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße) sowie Oberbürgermeister Thomas Hirsch (Landau) setzen sich für eine bessere Schülerbeförderung in der Südpfalz ein. Die Sicherheit unserer Schüler ist uns wichtig, dies gilt besonders in Corona-Zeiten, so die drei Verwaltungschefs der Südpfalz. Eine besondere Rolle spielt dabei der flexible Schulbeginn, der von den Schulleitern eigenständig organisiert werden kann.

  Wir haben in der Südpfalz die Situation, dass die Busse unsere weiterführenden Schulen nicht nur zur ersten, sondern auch zur zweiten und - oder gegebenenfalls - zur dritten Schulstunde anfahren. Ein besonderer Engpass in den Schulbussen entsteht, wenn alle Schüler gleichzeitig zur ersten Schulstunde beginnen, denn dann sind alle Busse besetzt. Gemäß Schulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz sind bei der Schülerbeförderung auch die Stehplätze zu berücksichtigen. Ein Schulbus mit 40 Sitzplätzen hat damit gleichzeitig circa 25 Stehplätze. Es kommt vor, dass daher die Schüler dicht gedrängt in den vollen Bussen sitzen oder stehen, so Brechtel, Seefeldt und Hirsch. Dieser Zustand ist insbesondere in Coronazeiten nicht zumutbar. Dieselben Schulbusse fahren die Schulen auch zur zweiten Schulstunde an, sind jedoch nur zu 5 bis 10 Prozent ausgelastet.

  Der Lösungsvorschlag der drei Verwaltungschefs liegt daher im gestaffelten Schulbeginn. Wird der Schulunterricht so organisiert, dass ein Teil der Schulklassen erst zur zweiten oder gar zur dritten Schulstunde beginnt, so können diese Schüler mit Bussen fahren, die aktuell kaum besetzt sind. Die Schüler insgesamt können dadurch die doppelte Anzahl an Bussen nutzen, wodurch sich die Beförderungsqualität für alle sehr deutlich verbessert, erklären Seefeldt, Hirsch und Brechtel und verdeutlichen ihren Vorschlag: Wir sorgen für die Busbeförderung, die Schulleitungen organisieren den Schulplan so, dass ein Teil der Klassen, beispielsweise Klassenstufen 8 bis 10, erst zur zweiten oder dritten Schulstunde beginnen. Dadurch ergibt sich eine dauerhafte Verbesserung der Schülerbeförderung. Für sie liegen die Vorteile klar auf der Hand: Sitzplätze für alle, mehr Abstand, mehr Sicherheit, besserer Infektionsschutz. Die Schulaufsichtsbehörde ADD steht diesem Vorschlag positiv gegenüber.

  Wir wissen, dass es viel Arbeit ist, den Schulplan einmalig umzustellen. Auch für Eltern bedeutet dies, eine gewisse Flexibilität aufzubringen, weil die Kinder gegebenenfalls etwas später zur Schule fahren beziehungsweise erst später wieder nach Hause kommen. Dennoch halten wir die Vorteile dieser Lösung für alle überzeugend. Wir appellieren daher an alle Schulleiter der Südpfalz, sich für diese Lösung einzusetzen und an ihren Schulen einen versetzten Schulbeginn zu organisieren, so die beiden Landräte und der Oberbürgermeister.

  Den Vorschlag des Landes Rheinland-Pfalz, unter bestimmten Umständen zusätzliche Busse einzusetzen, wollen die Verwaltungschefs ebenfalls prüfen. Naturgemäß können sich damit ebenfalls gewisse Verbesserungen bei einigen Linien ergeben. - Astrid Seefeldt

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