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"Warum geht es mit dem Impfen im Impfzentrum nicht vorwärts?"

Das fragt sich der Landtagsabgeordnete Michael Wagner (CDU) und wendet sich deshalb an die Landesregierung

Am Samstag wollte der Landtagsabgeordnete Michael Wagner (CDU) einmal kurz beim Impfzentrum in Speyer nachschauen und war total überrascht, dass das Impfzentrum geschlossen war. "Derzeit von Hochbetrieb noch keine Spur," so war dies am Samstag auch den SWR-Nachrichten zu entnehmen (https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/impfzentren-112.html). Fast alle Impfzentren rechnen mit einer eher gemütlichen zweiten Impfwoche. Auch in Speyer werden es wohl nur 60 Impfungen am Tag. Dies liege nicht an der fehlenden Impfbereitschaft, eher am fehlenden Impfstoff, so ist im Umfeld der Impfzentren zu hören.

Dies aber kann Wagner nicht verstehen, wurden doch Stand 08.01.2021 von Biontech nach Rheinland-Pfalz 102.375 Imdosen geliefert, aber nur 25.482 Dosen verimpft (https://www.spiegel.de/gesundheit/covid-19-impfungen-in-deutschland-die-meisten-gelieferten-dosen-lagern-im-depot-a-3fd82237-9e1e-4a1d-acf2-293eb907e361). Verglichen mit anderen Bundesländern ist die Impfquote in Rheinland-Pfalz relativ schlecht. "Wenn also genügend Impfstoff da ist, warum geht es dann nicht vorwärts," fragt sich Wagner und möchte dies nun von der Landesregierung wissen. "Nach wie vor melden sich viele Menschen bei mir und fragen nach dem Sachstand. Wir wollen, dass die Menschen geimpft werden, und müssen alles dafür tun, dass es zu reibungslosen Abläufen kommt. Vor Ort, da konnte ich mich mehrmals davon überzeugen, ist alles vorbereitet. Jetzt muss nur die Logistik bei der Verteilung des vorhandenen Impfstoffs gelingen," so Wagner.

 

Kleine Anfrage

des Abgeordneten Michael Wagner (CDU)
Impfungen am Impfzentrum Speyer – Intervalle und Koordination der Termine
Schutzimpfungen stellen eine wichtige und relevante Säule der Maßnahmen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie dar. Die Landesregierung betont in vielen Berichterstattungen sowie auf der offiziellen Landeshomepage die Wichtigkeit der Umsetzung der in Kooperation mit dem Bund und dem Robert-Koch-Institut ausgearbeiteten Impfstrategie. In Rheinland-Pfalz wurden insgesamt 31 Impfzentren mit insgesamt 36 Impfstraßen bereitgesellt. Eines dieser Impfzentren ist auch für die große kreisfreie Stadt Speyer zuständig. Nach dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“ hat Rheinland-Pfalz im Verhältnis genauso viel Impfstoff bekommen wie die anderen 15 Bundesländer. Hingegen belegt das Land nach den Ergebnissen verschiedener Analysen nur hintere Plätze, was die Anzahl von geimpften Personen angeht. Dieses Bild zeichnet sich auch im Impfzentrum Speyer, wo festgestellt werden konnte, dass am Wochenende keine Impfungen stattfanden, in der vorausgegangenen Woche noch nicht die maximale Anzahl an möglichen Impfungen erreicht werden konnte und sich dies wohl auch in der Woche ab dem 11. Januar 2021 nicht ändern wird.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele Impfungen fanden täglich in der ersten Woche nach dem Impfstart statt? (Bitte um eine Auflistung nach den jeweiligen Tagen)
2. Wie viele Menschen haben sich bereits für einen Impftermin angemeldet?
3. Welche Menge an Impfstoff wurde dem Impfzentrum Speyer in erster Charge zur Verfügung gestellt?
4. Wann und in welcher Menge wird der Impfstoff an das Impfzentrum Speyer nachgeliefert?
5. Wie lange warten die Bürgerinnen und Bürger, für deren Impfungen das Impfzentrum Speyer zuständig ist, durchschnittlich nach Anmeldung auf die Durchführung der Impfung?
6. Ist es richtig, dass zum Stand 08.01.2021 von Biontech nach Rheinland-Pfalz 102.375 Impfdosen geliefert, aber nur 25.482 Dosen verimpft wurden?
7. Inwieweit haben sich eventuelle Bemühungen verfestigt, Schutzimpfungen auch über die Hausärzte zu ermöglichen? - Presse/CDU

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