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Vor 25 Jahren zur Deutschen Weinkönigin gewählt: Julia Klöckner © Julia Klöckner

Majestäten-Jubiläum: Vor 25 Jahren zur Deutschen Weinkönigin gewählt

Julia Klöckner blickt zurück

Neustadt an der Weinstraße. - Wenn heute Abend, 25. September, in Neustadt an der Weinstraße die Deutsche Weinkönigin gewählt wird, blickt Julia Klöckner auf ihre Amtszeit vor 25 Jahren zurück. „Ein Vierteljahrhundert, wie die Zeit verflogen ist! Aber es ist schön, dass ich noch mit Weggefährten von damals Kontakt habe. Und mich hat immer interessiert, wer das Amt begleitete, welchen Weg sie genommen haben…

 

 

© Julia Klöckner

 

  ...Deutsche Weinkönigin sein zu dürfen, das war ein Erfahrungskatalysator. Von China bis Amerika durfte ich die Deutsche Weinwirtschaft, unsere Winzerfamilien, ein Stück deutsche Kultur vertreten. Es war ein tolles Jahr, das ich nicht missen möchte, ich habe in dieser Zeit viel gelernt - und meinen Blick über den Tellerrand geweitet“, so die heutige Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die zugleich für die Weinbaupolitik zuständig ist.

 

© Julia Klöckner

 

  Für die Nahe-Region war die Wahl der Guldentalerin seinerzeit eine Sensation. Rund 20 Jahre hatte das Weinanbaugebiet an der Nahe nach Edelgard Bauer-Finther 1975/1976 keine Deutsche Weinkönigin mehr gestellt. Entsprechend groß war die Freude in der Region seinerzeit. „Noch in der Nacht der Wahl gab es eine spontanen, großen Empfang auf dem heimischen Hof“.

  Seit 25 Jahren hat sich viel verändert. „Allein Handy und Internet haben die Aufgaben und Möglichkeiten der Deutschen Weinköniginnen seit 1995 sichtbar verändert“, so Julia Klöckner, und sie ergänzt: „Auch die Weinwirtschaft hat sich in ihrem Außenauftritt als Branche spürbar professionalisiert, nutzt den globalen Absatzmarkt ohne die regionalen Wurzeln, die Genießer vor Ort zu vergessen“. Was für die heute neu gewählte Majestät bleibt, ist die hohe Bedeutung der persönlichen Kontakte und vielseitigen Erfahrungen, die auch für Julia Klöckner ein „Gewinn persönlicher Entwicklung und Begegnungen“ waren.

  Die Treffen mit Papst Johannes Paul II., mit Politikern und Prominenten, ihre Besuche bei der UN in New York oder in China und dem Oman führten Julia Klöckner nach ihrem Studium, das sie mit einer Magisterarbeit zur europäischen Weinmarktpolitik abschloss, in den Journalismus. Nach dem Studium absolvierte sie ein journalistisches Volontariat, wurde Redakteurin und Chefredakteurin eines Weinmagazins. Und danach folgte ihr politischer Weg.

Bleibt euch treu

  Im Deutschen Bundestag sorgte sie dafür, dass auch deutsche Weine auf die Weinkarte im Reichstag kamen oder deutsche Botschaften im Ausland Produkte aus den deutschen Weinanbaugebieten ausschenkten. Julia Klöckner gründete ein fraktionsübergreifendes Weinforum, um für die Arbeit der Winzer und ihre Produkte zu sensibilisieren.

  Und heute? Da regelt sie gerade als zuständige Bundesministerin das Deutsche Weingesetz neu. Und noch immer moderiert sie für den guten Zweck - wie zum Beispiel die Lützelsoon-Stiftung - biblische Benefizweinproben. Denn die studierte Theologin schrieb ein Buch zum Wein in der Bibel - und fand viel heraus und zu erzählen. Die Erlöse des Buches gehen an die Ausbildungshilfe Ruanda von Elisabeth Eminger aus Bad Kreuznach.

  Was empfiehlt Julia Klöckner eigentlich ihren Nachfolgerinnen? „Ein bisschen wie Queen-Mum fühle ich mich bei solchen Fragen ... Die jungen Frauen sind fachlich fit, selbstbewusst. Und wenn ich ihnen den Rat geben darf, dann einfach nur: Bleibt Euch treu. Pflegt in dem Majestäten-Jahr weiterhin Euren Freundeskreis und Eure Familie. Und prägt das Amt mit Eurer Persönlichkeit, weniger umgekehrt.“ - Presse/CDU Rheinland-Pfalz

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