BUNT GEMISCHT

Bilder: Bernhard Bumb

Rheinpromenade nun Helmut-Kohl-Ufer

Speyer. - Jetzt hat Speyer sein Helmut-Kohl-Ufer - die bisherige Rheinpromenade zwischen der Mündung des Speyerbachs und der Zeunerschen Welle bis zum Aalschokker Paul. Die Idee, einen Raum in der Öffentlichkeit nach dem ehemaligen Bundeskanzler zu nennen, wurde von allen Mitgliedern des Stadtrates getragen. In einer Volksabstimmung via Internet konnten Speyerer Bürger Vorschläge einreichen oder vorgegeben Ideen ihre Stimme geben. Die Mehrheit der Mitmacher hatte sich für die Umbenennung der Rheinpromenade entschieden. Und so steht jetzt dort, wo der Sarg mit dem Leichnam Kohls für wenige Minuten vom Schiff in Richtung Flaggenmast getragen wurde, das Namensschild "Helmut-Kohl-Ufer". Und wieder haben die Mannen vom Schiffbauer-, Schiffer- und Fischerverein, wie anlässlich der Überführung des Leichnams nach Speyer im vergangenen Jahr, den Flaggenmast im Sinne Kohls Europaverständnisses mit den Fahnen der Nationen Europas und der deutschen Bundesländer geschmückt. Ganz oben die Europa- und die Deutschlandfahne.

Begrüßt wurden die Ehrengäste - unter diesen Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, Kohls ältester Sohn, Walter, Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU), Bundestagsabgeordneter Johannes Steiniger (CDU), Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU), Beigeordnete Stefanie Seiler (SPD), Mitglieder des Rates und Weihbischof Otto Georgens - mit "Over The Rainbow", intoniert von der MarchingBones Jazz Band der städtischen Musikschule, die auch die deutsche Nationalhymne und die Europahymne (Ode an die Freude) gespielt hat. Oberbürgermeister Eger hieß die Besucher der Feierstunde anlässlich der Umbenennung der Promenade und Enthüllung des Namensschildes willkommen. Er und Steiniger betonten die Verbundenheit Kohls mit Speyer, seinen weltweit beachteten Einsatz für Stadt und Dom.

Nähe zum Dom sei der ideale Ort

Eger sagte, dass der Rhein zwischen Bonn, Mainz, Ludwigshafen und Speyer für den Bundeskanzler eine wichtige Verbindung gewesen sei. Der OB lobte die Entscheidung für die Benennung der Promenade nach Helmut Kohl im "Schatten seiner Hauskirche". Steiniger ließ in seiner Festrede persönliche Erinnerungen einfließen. Dass Speyer "dem Botschafter der Pfalz" nun die Rheinpromenade widmet, "davon können sich andere Städte am Rhein eine Scheibe abschneiden", hob der Abgeordnete des Deutschen Bundestages hervor. Maike Kohl-Richter sagte, die Promenade mit ihrer Nähe zum Dom sei der ideale Ort für die Benennung nach ihrem Mann.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung kredenzte die Verwaltung das "Spey'rer Gedeck": Pfälzer Wein und Spey'rer Brezle. -Bernhard Bumb-