BUNT GEMISCHT

Niolas Witschi im Gespräch mit Besuchern. - Bilder © Bernhard Bumb

Keinen Sandstein vom Dom zertrümmert

Werkschau Nicolas Witschi beim Künstlerbund

Speyer. - Was vor Jahrmillionen entstanden ist, hat der diesjährige Stipendiat des Künstlerbundes Speyer, Nicolas Witschi, mit einem Mörser zertrümmert, zu Sandmehl gemacht, und aus diesem Stoff seine Bilder für die Werkschau produziert, die bis morgen, Sonntag, in der Großen Sämergasse 1a zu bewundern sind. Man hat wohl befürchtet, dass der Schweizer auf der Suche nach Sandsteinen sich am Dom zu schaffen machen würde, scherzte Vereinsvorsitzender Reinhard Ader bei der Eröffnung der Werkschau.

 

 

  Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) meinte hinsichtlich der aufgespannten „Sonnensegel“ mit den im Hof des Vereins verlegten Pflastersteinen als Motiv, dass diese „unser Pflaster mal durchaus interessant erscheinen lassen, wenn man es hängen sieht“.

 

Monika Kabs

 

 

  Inzwischen werde von „so vielen Notständen gesprochen, aber in Speyer gibt es keinen Kulturnotstand“, sagte die Bürgermeisterin. „Kultur ist die Seele der Stadt Speyer“, betonte Kabs. Witschi habe mit gelbem und rotem Sandstein die „Urzeit in der Pfalz“ verarbeitet, so Vorsitzender Ader, der hinzufügte, dass sich in Witschis Bildern „wichtige Bruchstücke unserer Erdgeschichte“ befinden. Der Künstler arbeite „gegenständlich und ungegenständlich“, er sei „Impressionist, Macher, Maler“.

 

Reinhard Ader

 

 

  Nicolas Witschi (* 1989) ist der erste Schweizer Künstler, der beim Künstlerbund Speyer im Rahmen des Internationalen Stipendiums gearbeitet hat. Reinhard Ader schenkte Witschi eine Sanduhr, gefüllt mit Sand von Pfälzer Sandstein, als Symbol für den Werkstoff der vor Zeiten zu Stein geworden ist. -bb-

 

 

Infos: http://nicolaswitschi.com/aktuell/#top

Tipp: Werkschau Nicolas Witschi – Öffnungszeiten/Künstlerbund Speyer: heute von 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 15. September von 11 is 14 Uhr und nach Vereinbarung – Große Sämergasse 1a.