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Für die Kampfmittelsondierung wurden 30 Zentimeter vom Oberboden abgetragen. - Bild © BUGA 23 / Jan Millenet

BUGA 23: Stabbrandbomben, Wurfgranate und Phosphorbomben sichergestellt

Bau der Kleingartenparzellen schreitet planmäßig fort

90 Prozent der Fläche ist bereits frei von Kampfmitteln / Zwei Stabbrandbomben, eine Wurfgranate und zwei Phosphorbomben wurden geborgen und sichergestellt / Der Bau der Kleingartenparzellen geht planmäßig weiter.

Mannheim. - Der vorläufige Untersuchungsbericht der Kampfmittelsondierung in der Feudenheimer Au liegt vor. Von der insgesamt 7.276,20 Quadratmeter großen Fläche wurden etwa 6.500 Quadratmeter mit Hilfe einer Fünf-Kanal-Sonde und einem globalen Positionierungssystem (GPS) untersucht und die gefundenen Kampfmittel fachgerecht abtransportiert und entsorgt. Mit der finalen Auswertung wird bis 7. Februar gerechnet.

  Die Kampfmitteluntersuchung konnte bereits auf 90 Prozent des Baufelds der späteren Kleingartenparzellen in der Feudenheimer Au durchgeführt werden. Um eine effiziente Oberflächendetektion zu gewährleisten, wurden vorab 30 Zentimeter des Oberbodens abgetragen. Sichergestellt wurden – teilweise nur einen Meter unter der Erdoberfläche – zwei scharfe Stabbrandbomben, eine funktionsfähige Wurfgranate, zwei intakte Phosphorbomben, Waffenschrott und Bombensplitter sowie Infanteriemunition und Artilleriekartuschen aus dem Zweiten Weltkrieg nebst diverser einzelner Munitionsteile. Einzelne Verdachtsfälle wurden direkt geborgen und identifiziert. Für die Sonde unzugängliche Flächen wurden mit einer Handsonde nachträglich genauer untersucht und vorsichtig unter fachtechnischer Aufsicht abgetragen.

  Einzig ein zirka drei Meter breiter Streifen entlang des Feldwegs zwischen der bestehenden Kleingartenanlage und den neuen Kleingartenparzellen muss nun noch auf Kampfmittel hin untersucht werden. Um diese verbleibende Fläche von knapp 800 Quadratmetern adäquat zu inspizieren und gegebenenfalls Kampfmittel zu bergen und zu entschärften, wird der Bauzaun für einen Tag abgebaut.

  Der Abschluss der Kampfmittelsondierung Anfang Februar stellt das Ende der bauvorbereitenden Maßnahmen dar. Unabhängig davon wird nun mit der strukturellen Erschließung des bereits kampfmittelfreien Baufelds durch den Bau der Wege begonnen, die auch als Baustraßen genutzt werden. Nach aktuellem Planungsstand wird der Bau der neuen Parzellen Ende März 2020 abgeschlossen sein – sofern die Witterung dies zulässt. - Tanja Binder

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