Judo

JUDO: „Endspiel“ um den Finalrundeneinzug

Speyer. - Ein dramatischer letzter Kampftag steht in der 1. Judo-Bundesliga der Frauen bevor. Für den JSV Speyer geht es am Samstag ab 18 Uhr im Heimkampf gegen den aktuellen Tabellenzweiten JC Wiesbaden darum, mit einem Sieg vom aktuellen vierten Tabellenplatz in die Top Drei zu springen – und damit in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft am 4. November einzuziehen.

Nur mit einem Sieg kann der JSV die Endrundenteilnahme aus eigener Kraft schaffen. Bei einer Niederlage wären sie definitiv draußen, bei einem Unentschieden müssten die Pfälzerinnen hoffen, dass der momentane Dritte, der TSV München-Großhadern, im parallel stattfindenden Kampf gegen Tabellenführer Backnang unterliegt.

„Da ist 'alles oder nichts' für uns angesagt. Wir müssen alles geben, aber wir sind recht gut aufgestellt mit zwei Ausländerinnen und auch was die deutschen Kämpferinnen betrifft“, verrät Teamchefin Johanna Müller. „Wiesbaden ist immer ein unangenehmer Gegner, sie haben starke Leute im Kader, sowohl ausländische als auch deutsche. Ich bin gespannt, wen sie aufbieten. Ich freue mich auf den Kampftag, aber ich bin auch ganz schön aufgeregt!“, so Müller, die selbst am vergangenen Wochenende beim European Cup im slowenischen Celje eine Bronzemedaille gewann.

Mit Personalproblemen zum Rekordmeister

Vor dem Gastspiel beim Rekordmeister TSV Abensberg (Samstag 17 Uhr) haben die Männer des JSV Speyer mit empfindlichen Personalproblemen zu kämpfen. „Es fallen vier Leistungsträger in drei verschiedenen Gewichtsklassen aus“, berichtet Teamchef Michael Görgen-Sprau.

Michel Adam hat sich einen Innenband im Knie gerissen und fällt länger aus, Franz Haettich fehlt aufgrund von Prüfungsvorbreitung, Luca Boesser ist krank und Michael Bantle ist mit dem U21-Nationalkader unterwegs. Damit fehlen Athleten, die am letzten Kampftag beim Sieg gegen Offenbach sechs der zehn Punkte erzielt haben – und das ausgerechnet im schwersten Saisonkampf.

„Unter diesen Umständen ist jeder Punkt ein Gewinn. Wir wollen gutes Judo zeigen, und die Kämpfer, die zum Einsatz kommen, müssen zeigen, dass sie in der Bundesliga mithalten können.

Das wird mit Sicherheit eine ganz schwierige Aufgabe, aber ich hoffe dass wir die Sache möglichst eng halten können“, so Görgen-Sprau. -Seán McGinley-