Aktuell

Martina Mosebach

Sie war eine verdammte Kämpferin“

Die Grenzschwimmerin / Eine Erinnerung auch an Anna Bolika

Sie machen, was sie wollen und kennen nur einen Weg, Medikamente. Manchmal pumpen sie uns damit voll, vor allem vor Wettkämpfen.“

Sie machte eine kurze Pause, worauf Ilja sie drängte:

Sprich weiter, Mich!“

Die Angst und der Druck, verstehst du. Keine Leistung und du fliegst raus.“

...“ Dort drüben ist der Westen“.

Er deutete mit der Hand nach links.

Es gibt genau eine Stelle, an der ein Durchkommen möglich ist. Ich habe alles genau berechnet.“

... ... ...

...Sie ist über die Ostsee geflohen...Sie war eine verdammte Kämpferin.“

Verlag: „Die Grenzschwimmerin“, ein Roman von Martina Mosebach, PR-Redakteurin und Texterin, Hamburg: Katharina weiß wenig über die Vergangenheit ihrer Mutter Mischa, einer erfolgreichen Leistungsschwimmerin in der DDR. Als Mischa unerwartet stirbt, begibt sich Katharina auf eine Reise in die Heimat ihrer Mutter. Auf dem Hof ihrer Großeltern findet sie Mischas Tagebuch. Katharina taucht in die Vergangenheit und Geheimnisse ihrer Familie ein und findet dabei auch Antworten auf die Fragen nach ihrer eigenen Identität.

Speyer-Report: Das Buch, leicht zu lesen, ist ein Mosaikstein im Bild der ehemaligen DDR, es ist ein Hinweis auf die Methoden des Regimes hinsichtlich des – großen – Sports. Auf den Siegertreppchen bei internationalen Wettkämpfen stand ganz oben auch Anna Bolika. Denn der Sozialismus musste/sollte siegen, auch im sportlichen (Wett-)Kampf, koste es, was es wolle, mit Medikamenten wie Anabolika. Der Roman bringt obere Medaillenränge olympischer Spiele, von Welt- und Europameisterschaften ins Wanken.

DAS BUCH: Martina Mosebach: Die Grenzschwimmerin – Hardcover, gebunden, mit Leseband – Punktum Bücher, Hamburg – ISBN 978-3-9817131-6-9 – € 19,90