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- Veröffentlicht am Freitag, 07. November 2025 05:59

v. l. Justus Rabe (Direktkandidat), Oliver Hanneder (Gewo-Speyer), Markus Fritz (Architekt), Bianca Hofman (Stadträtin) © FDP
GEWO & FDP? Ja, das passt - wenn man’s ernst meint mit Wohnraum
Vertreter der FDP Speyer trafen sich am Dienstagabend zu einem ausführlichen FDP-vor-Ort Austausch mit Oliver Hanneder, Geschäftsführer der GEWO Wohnen GmbH, um über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven des Wohnungsbaus in Speyer zu sprechen.
Im Mittelpunkt stand der grundsätzliche Dialog über die Situation des sozialen und bezahlbaren Wohnens, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Bauprojekte sowie die Rolle kommunaler Wohnungsbaugesellschaften im Zusammenspiel mit privaten Investoren.
Überraschend, aber erfreulich war für die FDP Speyer die klare Haltung von Oliver Hanneder gegen einen staatlichen Mietendeckel. Seine Einschätzung, dass starre Eingriffe den Wohnungsbau eher bremsen als fördern, bestätigt die liberale Position, dass bezahlbarer Wohnraum durch mehr Angebot, weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen entsteht – nicht durch staatliche Preisfestsetzungen. Auch eine Querfinanzierung, wie sie kommunale Wohnungsbaugesellschaften oft nutzen, um die Durchschnittsmiete niedrig zu halten, wäre entsprechend dann so nicht mehr möglich.
Hanneder schilderte die derzeitigen Belastungen durch steigende Baukosten, hohe Zinsen und umfangreiche Energie- und Klimavorgaben. Diese Entwicklungen erschweren auch für kommunale Unternehmen die wirtschaftliche Umsetzung neuer Projekte. Gemeinsam wurde diskutiert, wie Flächenpotenziale in Speyer besser genutzt, Planungsverfahren beschleunigt und bauliche Vorgaben praxisnäher gestaltet werden können.
Die FDP Speyer betonte, dass kommunale Wohnungsbaugesellschaften wie die GEWO eine wichtige Ergänzung zum privaten Wohnungsmarkt darstellen können – vorausgesetzt, sie arbeiten effizient, transparent und partnerschaftlich.
„Die GEWO leistet einen wichtigen Beitrag, um bezahlbaren Wohnraum in Speyer zu sichern“, erklärt Bianca Hofmann (Stadträtin). „Aus liberaler Sicht ist entscheidend, dass kommunale Akteure wie die GEWO Partner eines funktionierenden Marktes bleiben - nicht dessen Ersatz. Nur durch die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privaten Investoren kann ausreichend Wohnraum entstehen.“
Beide Seiten waren sich einig, dass gemeinsame Lösungen nötig sind, um die Balance zwischen sozialer Verantwortung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu wahren. - Marius Weiler
