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BASF will Wohnungen verkaufen

OB Blettner: "Handeln aus sozialer Verantwortung" / Stadt und GAG setzen sich für eine Lösung ein

Ludwigshafen. - Nach der Ankündigung von BASF Wohnen und Bauen, rund 3.300 Wohnungen zu veräußern, setzt sich die Stadt Ludwigshafen aktiv für eine Lösung im Interesse der Mieter ein.

   Nach den Vorstellungen von Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner könnte die städtische
Wohnungsbaugesellschaft GAG die Wohnungen möglicherweise und in einer noch zu klärenden Form übernehmen.

   Der OB ist Aufsichtsratsvorsitzender der GAG. "Wohnen in unserer Stadt muss bezahlbar sein und bleiben. Die Mieterinnen und Mieter brauchen Planungssicherheit und einen Partner, auf den sie sich verlassen können. Eine Wohnung ist nicht nur eine Zahl – sie ist Zuhause, sie ist Heimat und ein Stück Identität. Daher überlegen wir gemeinsam mit der GAG, wie eine Lösung aussehen könnte: Eine Lösung, die den Mietern Sicherheit gibt, am Gemeinwohl orientiert und zugleich zukunftsfest ist. Wir handeln hier aus sozialer Verantwortung", erklärte Oberbürgermeister Prof. Dr. Blettner am Montag (23. Februar 2026).

   Der OB hatte sich unmittelbar, nachdem er von den Unternehmensplänen erfuhr, dafür eingesetzt, den Strukturwandel konstruktiv und lösungsorientiert zu begleiten. Angesichts der engen Partnerschaft zwischen Stadt und Chemiekonzern sei die nun verkündete Entscheidung von BASF Wohnen und Bauen eine neue Herausforderung, die es im Interesse der betroffenen Menschen und der Stadt Ludwigshafen anzunehmen gelte.

   Sein Dank gelte dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der GAG, die sein Anliegen konstruktiv unterstützten. Mit Blick auf die Wohnungen außerhalb Ludwigshafens hat Blettner Kontakt zum Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht und dem Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises Volker Knörr aufgenommen. Beide haben bereits ihre Bereitschaft zur Mitarbeit an einer konstruktiven gemeinsamen Lösung signalisiert.

   "Es gibt noch zahlreiche wichtige Fragen zu klären, um einen Lösungsvorschlag zu konkretisieren. Ob dieser dann zum Tragen kommt, ist natürlich eine Frage des Wettbewerbs und am Ende eine Entscheidung der BASF. Aber Kompetenz und Leistungsfähigkeit der GAG, gemeinsame Verantwortung und gegenseitige Verbundenheit von Stadt und Konzern im Interesse Ludwigshafens und seiner Menschen sind aus meiner Sicht gute Argumente", betont der OB.

   Auch aus Sicht der Stadtentwicklung sei eine mögliche Übernahme der BASF-Wohnungen mit Beteiligung der GAG vernünftig und schlüssig, so Blettner weiter. Die GAG sei für die Stadt Ludwigshafen Partnerin in wichtigen Stadtentwicklungsfragen und stünde für nachhaltige Quartiersentwicklung und sozialen Zusammenhalt, der Generationen und Nationen miteinander verbinde. Auf der anderen Seite sei es wichtig, dass das gesellschaftliche Engagement der BASF in Ludwigshafen erhalten bleibe und fortgeführt würde.

   "Diese enge und vertrauensvolle Partnerschaft hat sich gerade auch in schwierigen Zeiten bewährt. Unser Ziel ist es jetzt, zügig ein konstruktives Verfahren auf den Weg zu bringen, das Sicherheit schafft – für die Menschen, für die Quartiere und für die Zukunft unserer Stadt", so Blettner. - Presse: Sigrid Karck

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