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Landtagsabgeordneter Michael Wagner (CDU)

Michael Wagner (CDU) fordert Überprüfung der Einrichtung einer "denkmalschützenden Pufferzone" für das Welterbe Speyerer Dom

Mit dieser Forderung reagiert Wagner auf den Aufbau einer "Klimaoase" auf dem Speyerer Domplatz. Wagner steht dieser Maßnahme aus kulturpolitischen Überlegungen und Denkmalschutzgründen kritisch gegenüber.

   „Pufferzonen sind klar abgegrenzte Gebiete um ein Welterbegut, welche zu Schutz, Erhalt, Management, Unversehrtheit, Echtheit und Nachhaltigkeit des außergewöhnlichen universellen Wertes des Gutes beitragen," so Michael Wanger, CDU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Kulturausschusses Rheinland-Pfalz.

   Zur Eintragung in die Welterbeliste werden die Grenzen des „Gutes“ (des Gebiets bzw. Objekts, das über außergewöhnlichen universellen Wert verfügt) eindeutig definiert, die sich an leicht erkennbaren Strukturen orientieren. Dieses Gebiet wird zum Schutz meist von einer Pufferzone umgeben.

   Wo Pufferzonen definiert sind, sollten sie als integraler Bestandteil der Verpflichtung des Vertragsstaates zu Schutz, Erhalt und Management des Welterbegutes gesehen werden. Die Funktionen der Pufferzone sollten die verschiedenen Arten und Ebenen von Schutz, Erhalt und Management widerspiegeln, die notwendig sind, um die Merkmale, welche den außergewöhnlichen universellen Wert ausmachen, zu schützen.

   In Rheinland-Pfalz gibt es sieben Welterbestätten. Alle Welterbestätten, die nach 2005 von der Unesco aufgenommen wurden, haben bereits einen Managementplan mit Pufferzone. Dazu gehören Bad Ems mit der europäischen Bäderkultur, die Schum-Stätten in Speyer, Worms und Mainz sowie der Obergermanisch-Raetische und der Niedergermanische Limes.

   Wagner: "Für den Dom zu Speyer gibt es - wenn ich richtig informiert bin - noch keinen Managementplan mit ausgewiesener Pufferzone. Der Dom, der 1981 in die Liste der Unesco-Welterbestätten aufgenommen wurde, befindet sich in einer Denkmalzone. Bei seiner Aufnahme vor mehr als 40 Jahren in die Weltkulturerbe-Liste war damit weder ein Managementplan noch die Einrichtung einer Pufferzone verbunden…

   Ob die Ausweisung einer Pufferzone für den Dom zu dessen angemessenen Schutz notwendig ist, sollte meiner Meinung nach - gerade auch wegen der aktuellen Maßnahme auf dem Domvorplatz - von Experten geprüft werden“, sagt Wagner. - Presse/CDU

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