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- Veröffentlicht am Dienstag, 02. September 2025 13:31
Expriment nach Justus Liebig © Bernhard Bumb
Pfälzer Kettenreaktion - 150 Jahre LUFA Speyer
Rund 200 geladene Gäste in der Stadthalle
Bilder von Bernhard Bumb
Speyer. - Auf den Gründungstag genau feierten gestern, 1. September, die Geschäftsführung, Belegschaft, Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und Gesellschaft, allen voran Ministerpräsident Alexander Schweitzer, 150 Jahre Bestehen der LUFA, der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt.
Anwesend waren u. a. auch der Landtagsabgeordnete Michael Wagner, Speyers Bürgermeisterin Monika Kabs, die Speyerer Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann, sowie Theo Wieder, der ehemalige Vorsitzende des Bezirkstages Pfalz und früherer Frankenthaler Oberbürgermeister.
Eine wichtige Person durfte nicht fehlen: Freiherr Justus von Liebig. Trotz seines hohen Alters – 222 Jahre – reiste der bedeutende Chemiker aus Gießen zur Feier nach Speyer. Seine Forschungsergebnisse gehören zur Grundlage der Arbeit in der LUFA.
Liebig, der die moderne Düngung, den Beginn der Agro-Chemie und modernen Analyseverfahren begründete, mit zwei Forscherkollegen anno 1831 das Narkosemittel Chloroform entdeckte, begeisterte das Publikum im großen Saal mit Experimenten, die er schon im 19. Jahrhundert demonstriert hatte. Die Gäste waren begeistert.

Locker führte Moderatorin Tanja Hermann durch das bunte Programm. Musikalisch bereicherte das Duo ICstrings Carloline Busser (Cello) und Ivan Knezevic (Violine) die Feier mit Carmen von Bizet, mit dem Ungarischen Tanz des Komponisten Brahms, mit Montis Czardas, einem Medley aus dem Berlin der 1920er und Gardels Tango por una Cabeza.
Ein Film gab Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der LUFA. Grußworte sprachen Hans-Ulrich Ihlenfeld, Vorsitzender des Bezirkstages Pfalz, Ministerpräsident Alexander Schweitzer, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und der Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd Johannes Zehfuß.
Duo ICstrings.
Als Justus Liebig erfreute Dr. Stephan Becker, ehrenamtlicher Experimenator im Liebig-Museum und Liebig-Laboratorium mit seinen Vorführungen. Nach dem Schlusswort und der „Pfälzer Kettenreaktion“ spielte das Duo ICstrings nach Art der Klassik Bohemian Rhapsody der Band Queen. Wenn diese Bearbeitung Queen-Sänger Freddy Mercury hätte hören können, hätte er sich bestimmt wahnsinnig gefreut.
Pfälzer Kettenreaktion
Eine Person übergibt einer anderen eine Flasche Wein, die gibt die Flasche an eine dritte Person, die die Flasche entkorken soll und dann die Flasche an eine nächste Person weitergibt, die dann den edlen Tropfen in Gläser auf einem Tablett einschenkt, das von der letzten Person in der Kette gehalten wird, die schließlich die mit Pfälzer Wein gefüllten Gläser an Gäste verteilt.
Tanja Hermann.
Im Foyer versammelte man sich zum gemütlichen Beisammensein bei einem vorzüglichen Buffet des Unternehmens Mein Event (Speyer). Einen kompletten Ochsen am Spieß, wie zum 100-jährigen Jubiläum angedacht, dessen Bestellung aber aus Kostengründen nicht getätigt wurde, gab es auch gestern, zum 150sten, nicht.
Die heutigen Aufgaben der LUFA Speyer sind nach wie vor Untersuchungen und Forschungen im Bereich der Landwirtschaft. Sie unterstützt vor allem Rheinland-Pfalz und das Saarland durch Untersuchungen im Rahmen der Kontrollen von Saatgut, Dünge- und Futtermitteln. Die LUFA iost ein Eigenbetrieb des Bezirksverbandes Pfalz. - bb
Hans-Ulircih Ihlenfeld.
Experiment gelungen: Wasser und Wein gemischt gibt Pälzer Schorle.
Tanja Hermann und Ministerpräsident Schweitzer (r.) bestätigten die Schorle beim Schorle-Test.
Alexander Schweitzer.
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.
Johannes Zehfuß.
Jan Jungkind, Kaufmännischer Direktor der LUFA, Tanja Hermann, Dr. Diana Bunzel, Wissenschaftlich-Technische Direktorin der LUFA.
Stephan Becker hat als Freiherr Justus von Liebig mit einer Mitarbeiterin der LUFA etliche Experimente aus der Zeit...
...des Chemikers und Agrarforschers demonstriert.
Mitten in der Pfälzer Kettenraktion.
Das Ende der Pfälzer Kettenreaktion: "Proscht Schorle!"
